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Radieschen säen: wann und wie

Radieschen säst du von März bis September direkt ins Beet, am besten alle zwei Wochen eine kurze Reihe. Nach drei bis acht Wochen sind sie erntereif.

Fakten geprüft am 26. September 2026

Eine Hand hält ein Bund frisch gezogener roter Radieschen mit Erde an den Wurzeln
Foto: Nenad Stojković (Shixart1985) · CC BY 2.0 · über Wikimedia Commons

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Für gemäßigtes Klima (Mitteleuropa). Growie verschiebt diese Fenster auf den letzten und ersten Frost in deinem Garten.

Anbau auf einen Blick

Aussaat ins Freie
März–September, alle 2–3 Wochen
Saattiefe
0.5–1 cm
Abstand
3–5 cm in der Reihe, 10–15 cm zwischen den Reihen
Im Hochbeet 120 × 80 cm
Rund 30 pro Reihe, bis zu 150 insgesamt
Keimung
Ab 5°C, am besten bei 15–20°C
Erntereif nach
3–4 Wochen im Sommer, bis 8 bei kühlem Wetter
Standort
Sonne bis leichter Schatten, lockerer Boden, gleichmäßig feucht
Fruchtfolge
3–4 Jahre Pause für alle Kreuzblütler

Wann Radieschen säen?

Radieschen gehören zu den ersten Aussaaten im Jahr. Von März bis September säst du sie direkt ins Beet, in Deutschland, Österreich und der Schweiz genauso wie in Großbritannien. Wer nicht warten mag, sät schon im Februar unter Vlies, im Frühbeet oder unter einer Folienhaube, wo sich der Boden schneller erwärmt.

Die Samen keimen ab etwa 5°C, dann aber langsam: In kaltem Märzboden kann es einige Wochen dauern, bei 15–20°C siehst du die Keimlinge schon nach gut einer Woche.

Radieschen sind nur kurz auf dem Höhepunkt. Säe deshalb nicht das ganze Beet auf einmal, sondern alle zwei bis drei Wochen eine kurze Reihe. So erntest du laufend, statt eine Schwemme zu haben, die pelzig wird, bevor du sie aufgegessen hast.

Schwierig ist der Hochsommer. Lange Tage und Hitze lassen viele Frühjahrssorten im Juni und Juli schießen oder pelzig werden. Nimm dann ausgewiesene Sommersorten, such ihnen einen Platz mit etwas Nachmittagsschatten, oder leg eine Pause ein und säe ab August wieder. Die Saaten im Spätsommer und Frühherbst gelingen oft am besten.

Quellen: RHS, Garden Organic, BZL, Gartenfreunde (BDG), Hortipendium, USU Extension, Natur im Garten

So säst du Radieschen

Such dir einen offenen, sonnigen Platz; leichter Schatten geht auch und ist im Sommer sogar willkommen. Radieschen mögen lockeren, humosen Boden, der nicht zu schwer ist. Lockere ihn mit der Grabegabel, zerkleinere Schollen und sammle Steine ab, denn trifft die Knolle auf ein Hindernis, wächst sie krumm.

Zieh eine flache Rille und säe 0.5–1 cm tief. Liegen die Samen tiefer, werden die Knollen oft lang und holzig. Leg die Samen mit 3–5 cm Abstand oder säe dünn und vereinzle später, zwischen den Reihen bleiben 10–15 cm. Gieß die Rille vorsichtig an und halte sie feucht, bis die Keimlinge da sind.

Vereinzle zu dicht stehende Sämlinge, sobald du sie greifen kannst. Stehen Radieschen zu eng, bilden sie viel Laub und keine Knolle, und das ist der häufigste Grund für eine enttäuschende Reihe.

In ein Hochbeet von 120 × 80 cm passen fünf Reihen mit je rund 30 Radieschen, also etwa 150. Sinnvoller ist es aber, immer nur ein, zwei Reihen zu säen und Lücken zwischen langsameren Kulturen zu füllen.

Ein junger Radieschen-Keimling mit zwei herzförmigen Keimblättern in offener Erde
Etwa fünf Tage nach dem Auflaufen. Foto: Oledd · CC BY-SA 3.0 · über Wikimedia Commons

Quellen: RHS, Garden Organic, BZL, Gartenfreunde (BDG), Kiepenkerl, USU Extension

Gießen und Pflege

Wasser macht das gute Radieschen. Halte den Boden von der Saat bis zur Ernte gleichmäßig feucht und gieß bei jeder Trockenheit, lieber öfter und wenig als selten und viel. Trockenphasen machen Radieschen scharf, holzig und pelzig, und ein kräftiger Guss nach langer Trockenheit lässt die Knollen platzen.

Radieschen sind Schwachzehrer und brauchen in normalem Gartenboden keinen Dünger. Frischen Mist lässt du besser weg: Er treibt das Laub und macht die Pflanzen anfälliger für Krankheiten. Zu viel Wasser und Stickstoff führen zum selben Ergebnis, üppigem Laub über kleinen Knollen.

Jäte rund um die Sämlinge von Hand, damit du die Wurzeln nicht störst, und achte auf kleine Löcher in den Blättern, das Zeichen für Erdflöhe.

Quellen: RHS, Garden Organic, BZL, Gartenfreunde (BDG), Kiepenkerl, USU Extension

Ernten und lagern

Im Sommer sind Radieschen etwa drei bis vier Wochen nach der Saat erntereif, im kühlen Frühjahr oder Herbst kann es bis zu acht Wochen dauern. Schau nach, sobald die roten Schultern aus der Erde spitzen.

Ernte, wenn die Knollen etwa 2–3 cm dick sind. Warte nicht auf größere: Radieschen, die zu lange stehen, werden schnell holzig, pelzig und sehr scharf oder platzen auf. Lieber ein paar Tage zu früh als eine Woche zu spät.

Lange halten Radieschen nicht. Dreh das Laub ab, sonst zieht es den Knollen Feuchtigkeit, und bewahre sie in einer geschlossenen Dose oder Tüte im Kühlschrank auf. So bleiben sie ein bis drei Wochen knackig, mit Laub nur wenige Tage.

Sechs frisch gezogene längliche rote Radieschen mit Laub, nebeneinander auf einem Brett
Oktoberernte aus einem Garten in Norfolk. Foto: Kolforn · CC BY-SA 4.0 · über Wikimedia Commons

Quellen: RHS, Garden Organic, BZL, Gartenfreunde (BDG), Kiepenkerl, USU Extension

Radieschen und Rettich

Bei Radieschen unterscheiden die Saatgutkataloge Frühjahrssorten, die sich für die Saat von März bis Mai und wieder im Herbst eignen, und Sommersorten, die lange Tage und Wärme besser vertragen. Klassisch sind runde rote Knollen, es gibt aber auch längliche, weiße, gelbe und violette.

Rettiche, etwa der japanische Daikon, sind größere Verwandte und wachsen deutlich langsamer. Du säst sie im Juli oder August, vereinzelst auf 10–20 cm und erntest ab Herbst, nach zehn Wochen oder mehr. Im Frühjahr gesät gehen Rettiche oft sofort in Blüte.

Quellen: Gartenfreunde (BDG), RHS, Garden Organic, Natur im Garten

Schädlinge, Krankheiten und Fruchtfolge

Erdflöhe triffst du so gut wie sicher. Die winzigen Springkäfer durchlöchern die Blätter mit kleinen runden Löchern, am schlimmsten bei Keimlingen an warmen, trockenen Tagen. Gut gegossene Radieschen wachsen dem Schaden meist davon; wo es arg ist, deckst du die Reihe gleich nach der Saat mit Vlies oder einem feinen Kulturschutznetz ab.

Die Maden der Kleinen Kohlfliege, bei Radieschen auch Rettichfliege genannt, fressen braune Gänge in die Knollen. Dasselbe feine Netz hält die Fliegen von der Eiablage ab und lohnt sich ab dem Frühjahr, wenn auch dein Kohl und deine Rüben leiden. Schnecken machen sich bei Nässe über die Keimlinge her.

Radieschen gehören mit Kohl, Grünkohl, Speiserüben, Rucola und Senf zu den Kreuzblütlern. Auch wenn sie nur wenige Wochen im Beet stehen, können sie Kohlhernie übertragen, die viele Jahre im Boden überdauert. Lass drei bis vier Jahre vergehen, bevor wieder ein Kreuzblütler an derselben Stelle wächst. Auf Böden mit einem pH-Wert über 7 kann außerdem die Rettichschwärze dunkle Flecken an den Knollen verursachen; auch dagegen hilft eine Fruchtfolge.

Ein Hochbeet aus Holz mit jungen Kreuzblütlern und Radieschen unter einem Kulturschutznetz auf Bambusstäben
Ein feines Netz hält Erdflöhe und Kohlfliegen fern. Foto: Acabashi · CC BY-SA 4.0 · über Wikimedia Commons

Quellen: RHS, Hortipendium, Kiepenkerl, BZL, Gartenfreunde (BDG), Natur im Garten, USU Extension

Gute Nachbarn?

Mischkultur-Tabellen empfehlen Radieschen neben Salat, Bohnen, Erbsen, Tomaten und Gurken. Versuche, die zeigen, dass diese Paare Schädlinge abhalten oder die Ernte verbessern, haben wir nicht gefunden; es ist Gärtnerwissen.

Was wirklich funktioniert, ist Mischkultur aus Platzgründen. Radieschen sind in wenigen Wochen erntereif, du kannst sie also zwischen Salat, als Beeteinfassung oder in Lücken zwischen langsamen Kulturen säen und ziehen, bevor die Nachbarn den Platz brauchen. In der Fruchtfolge zählen sie trotzdem als Kreuzblütler.

Radieschen-Keimlinge rund um einen jungen Salatkopf im Hochbeet
Foto: Josef Schlaghecken · CC BY-SA 4.0 · über Wikimedia Commons

Quellen: BZL, Gartenfreunde (BDG), Natur im Garten, RHS

Häufige Fragen

Wann sät man Radieschen?

Im Freien von März bis September, unter Vlies oder im Frühbeet schon ab Februar. Im Juni und Juli nimmst du besser Sommersorten oder einen halbschattigen Platz, weil Hitze und lange Tage viele Sorten schießen lassen.

Warum bilden meine Radieschen keine Knollen?

Meist stehen sie zu eng, bekommen zu wenig Licht oder zu viel Stickstoff und Wasser. Im Hochsommer lassen Hitze und lange Tage sie außerdem lieber blühen. Vereinzle früh und lass den Dünger weg.

Warum werden Radieschen pelzig?

Trockenheit, Hitze und zu späte Ernte. Halte den Boden gleichmäßig feucht und ernte bei 2–3 cm Knollendurchmesser.

Warum platzen meine Radieschen?

Meist durch einen kräftigen Guss oder Starkregen nach Trockenheit oder weil sie zu lange im Beet standen. Gieß gleichmäßig und ernte rechtzeitig.

Was frisst Löcher in die Radieschenblätter?

Erdflöhe. Der Fraß sieht schlimm aus, verdirbt die Ernte aber selten, wenn du gut gießt. Vlies oder ein feines Netz über der Reihe hält sie fern.

Kann man Radieschen im Topf oder Balkonkasten ziehen?

Ja. Nimm ein Gefäß, das mindestens 15 cm tief ist, halte die Erde gleichmäßig feucht und säe alle paar Wochen ein paar Samen nach.

Wie lange halten Radieschen?

Ohne Laub in einer geschlossenen Dose oder Tüte im Kühlschrank ein bis drei Wochen, mit Laub nur wenige Tage.

Eine Tüte Radieschen zur Hand?

Fotografier sie — Growie liest die Tüte, setzt sie in deinen Plan und erinnert dich ans Säen, Gießen und Ernten.

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Quellen

Jeder Wert hier ist durch mindestens zwei unabhängige Quellen belegt oder als Spanne angegeben, wo sie voneinander abweichen.

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