Alle Aussaat-Ratgeber

Aussaat-Ratgeber · Kreuzblütler

Blumenkohl pflanzen: wann und wie

Blumenkohl säst du von März bis Juni und pflanzt ihn von April bis Juli. Mit gleichmäßig Wasser und nährstoffreichem Boden erntest du von Juni bis Oktober.

Fakten geprüft am 26. September 2026

Ein weißer Blumenkohlkopf zwischen großen grünen Blättern
Foto: Rasbak · CC BY-SA 3.0 · über Wikimedia Commons

Aussaatkalender

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
VorziehenDirektsaat

Für gemäßigtes Klima (Mitteleuropa). Growie verschiebt diese Fenster auf den letzten und ersten Frost in deinem Garten.

Anbau auf einen Blick

Aussaat
März–Juni, pflanzen April–Juli
Saattiefe
1–2 cm
Abstand
50 cm in der Reihe, 50–60 cm zwischen den Reihen
Im Hochbeet 120 × 80 cm
4 Pflanzen
Wasser
Gleichmäßig; Trockenheit lässt die Köpfe klein bleiben
Boden
Starkzehrer, nährstoffreich, pH 6,5–7,5
Ernte
Solange der Kopf fest und geschlossen ist
Fruchtfolge
Mindestens 4 Jahre Pause für alle Kreuzblütler

Wann Blumenkohl säen und pflanzen?

Blumenkohl baust du mit Jungpflanzen an. Für die ersten Sätze säst du im Februar oder März drinnen; ab April geht es auch im Anzuchtbeet im Freien unter Vlies, ab Mai unter einem Kulturschutznetz. Gepflanzt wird von April bis Juli.

Statt einer großen Pflanzung setzt du besser alle zwei bis drei Wochen ein paar Pflanzen. Jeder Satz reift innerhalb von etwa zehn bis vierzehn Tagen; kleine, regelmäßige Pflanzungen liefern also über eine lange Zeit Köpfe statt zehn auf einmal. Im Juli gesetzte Pflanzen wachsen im kühleren Herbst und eignen sich gut zum Einfrieren.

Den Kopf legt Blumenkohl erst richtig an, nachdem er etwa zwei Wochen lang unter 20°C stand, ungefähr im Stadium mit sechs bis acht echten Blättern. Ist es in dieser Zeit sehr heiß, warten viele Sorten einfach ab und bilden den Kopf später. Für Sommersätze wählst du Sorten, die als hitzetolerant angeboten werden.

In milden Teilen Großbritanniens werden Winter- und Frühjahrsblumenkohl im späten Frühjahr gesät, überwintern im Beet und werden vom Winter bis ins Frühjahr geerntet. In den meisten Regionen Mitteleuropas ist das zu riskant.

Quellen: Hortipendium, RHS, Garden Organic

So säst und pflanzt du Blumenkohl

Säe ein bis zwei Samen pro Topf oder Saatstelle 1–2 cm tief und lass nur den kräftigsten stehen. Nach etwa einer Woche keimen die Samen. Nach drei bis sechs Wochen, mit drei bis vier echten Blättern und 10–15 cm Höhe, sind die Jungpflanzen fertig. Lass sie dann nicht mehr lange im Topf stehen: Zu groß gewordene Pflanzen bilden oft früh winzige Köpfe.

Blumenkohl ist die anspruchsvollste Kohlart. Er braucht tiefgründigen, humosen Boden mit viel Kompost und einen pH-Wert von etwa 6,5 bis 7,5; kalke saure Böden vor der Pflanzung, das schützt auch vor Kohlhernie. Pflanz erst, wenn der Boden gut abgetrocknet ist, nie in nasse Erde.

Setz die Pflanzen 1–2 cm tiefer, als sie standen, drück sie an und gieß gut an. Der Pflanzabstand liegt bei 50 cm in der Reihe und 50–60 cm zwischen den Reihen, drei bis vier Pflanzen pro Quadratmeter. In ein Hochbeet von 120 × 80 cm passen vier.

Quellen: Hortipendium, RHS, Garden Organic, UMD Extension

Wasser, Nährstoffe und Schutz der Blume

Das Geheimnis beim Blumenkohl: Er darf nie im Wachstum stocken. Jeder Stopp durch trockenen Boden, Nährstoffmangel oder Kälte kann zu einem kleinen oder lockeren Kopf führen. Gieß bei Trockenheit regelmäßig und durchdringend und mulche den Boden, damit er feucht bleibt.

Blumenkohl ist ein Starkzehrer und bildet in kurzer Zeit sehr viel Blattmasse. Arbeite vor der Pflanzung reichlich Kompost ein. Werden die Blätter bei sonst gesunden Pflanzen hell und das Wachstum langsam, hilft ein stickstoffreicher organischer Dünger.

Sobald sich die Blume zeigt, schützt du sie vor starker Sonne, die weiße Köpfe gelb färbt. Knick ein paar große Umblätter und leg sie über den Kopf, oder binde sie locker zusammen. Im Sommer ist der Kopf meist vier bis acht Tage später erntereif, im Herbst dauert es länger.

Eine Blumenkohlpflanze im Garten mit einer kleinen jungen Blume in der Mitte
Foto: Sanja565658 · CC BY-SA 3.0 · über Wikimedia Commons

Quellen: Garden Organic, Hortipendium, LWG Bayern, RHS, UMD Extension

Ernten und lagern

Ernten kannst du, sobald die Köpfe etwa 10 cm Durchmesser haben. Gut entwickelte Pflanzen erreichen 15–20 cm, der Kopf muss aber fest und geschlossen sein. Sobald sich die Röschen auseinanderschieben, beginnt er zu blühen und wird täglich schlechter. Im Zweifel lieber früher ernten.

Im Sommer erntest du am besten morgens, wenn es noch kühl ist. Ein frischer Kopf hält sich im Kühlschrank etwa eine Woche. Für länger blanchierst du die Röschen und frierst sie ein.

Quellen: Hortipendium, RHS, Garden Organic, UMD Extension

Weiß, bunt oder Romanesco?

Neben dem klassischen weißen gibt es grün-gelben, orangen und violetten Blumenkohl, dazu den Romanesco mit seinen spitzen Türmchen. Violette Köpfe verlieren im Kochwasser ihre Farbe, dünste sie deshalb oder iss sie roh.

Bunte Sorten und Romanesco sind weniger verzeihend als weiße und gelingen am besten bei einer Pflanzung von Anfang Juni bis Mitte Juli, sodass sie im kühleren Wetter reifen. Sie brauchen etwa zwei Wochen länger.

Ist die Kohlhernie schon in deinem Boden, sind 'Clapton' und 'Clarify' kohlhernieresistente Sorten. In Österreich heißt Blumenkohl übrigens Karfiol.

Weiße, grüne, orange und violette Blumenkohlköpfe an einem Marktstand
Foto: joergens.mi · CC BY-SA 3.0 · über Wikimedia Commons

Quellen: Hortipendium, RHS, Wikipedia

Schädlinge, Krankheiten und Fruchtfolge

Die Kleine Kohlfliege trifft Blumenkohl am härtesten. Ihre Maden fressen die Wurzeln und bohren sich in den Strunk; die Pflanzen welken und sterben ab, oft innerhalb weniger Tage. Gefährdet sind sie von der Anzucht bis etwa vier Wochen nach der Pflanzung. Leg bei der Pflanzung eine Manschette von 8–15 cm Durchmesser eng um jeden Stängel oder deck das Beet mit einem Netz ab. Spätere Generationen im Spätsommer können sich auch in die Blume fressen.

Raupen von Kohlweißling und Kohleule sowie die Mehlige Kohlblattlaus können einen Bestand schnell kahl fressen. Kontrolliere etwa von Mai bis Oktober wöchentlich die Blattunterseiten und entferne Eier und Raupen.

Ein Kulturschutznetz direkt nach der Pflanzung hält fast alle davon ab. Etwa 1,35 mm Maschenweite stoppt Kohlweißling und Kohlfliege, 0,8 mm auch Erdflöhe und die Mehlige Kohlblattlaus. Grab die Ränder ein und nimm es nur kurz ab. Bei Hitze staut das Netz Wärme; vier bis fünf Wochen nach der Pflanzung, wenn die Kohlfliege weniger gefährlich ist, kannst du es abnehmen, musst dann aber auf Raupen achten.

Bei der Kohlhernie schwellen die Wurzeln zu festen Wucherungen an; die Pflanzen welken bei Wärme und bleiben klein. Die Sporen überleben viele Jahre im Boden, bis zu 20. Halte den pH-Wert um 7, zieh die Pflanzen in Töpfen vor, entsorg befallene Wurzeln im Restmüll und lass mindestens vier Jahre vergehen, bevor wieder Kreuzblütler auf die Fläche kommen, nach einem Befall sieben oder mehr.

Blumenkohl gehört zu den Kreuzblütlern (Brassicaceae), wie Kopfkohl, Brokkoli, Grünkohl, Kohlrabi, Radieschen, Rüben und Rucola. Sie alle zählen für die Fruchtfolge, auch Senf als Gründüngung. Günstige Vorfrüchte sind Porree, Sellerie, Tomaten oder Paprika.

Eine Raupe des Großen Kohlweißlings und ein Eigelege auf einem angefressenen Blumenkohlblatt
Raupe des Großen Kohlweißlings an Blumenkohl in einem Garten im Saarland. Foto: Simon Mannweiler · CC BY-SA 4.0 · über Wikimedia Commons

Quellen: Hortipendium, RHS, LWK NRW, BDG, Kiepenkerl

Gute Nachbarn?

Mischkultur-Tabellen nennen viele Partner für Blumenkohl, etwa Sellerie, Salat, Spinat oder Bohnen. Gute Belege, dass einer davon hilft, haben wir nicht gefunden, es ist Gärtnerwissen.

Durch Forschung gestützt ist dagegen: Eine niedrige Untersaat aus Klee zwischen Kohlpflanzen macht sie für die Kohlfliege schwerer auffindbar, und gemischte Pflanzungen haben allgemein weniger Schädlinge als ein Beet mit nur einer Kultur.

Quellen: RHS, Garden Organic

Häufige Fragen

Wann pflanzt man Blumenkohl?

Von April, anfangs unter Vlies, bis Juli. Wer alle zwei bis drei Wochen ein paar Pflanzen setzt, verteilt die Ernte.

Warum bleibt mein Blumenkohl so klein?

Meist ein Wachstumsstopp: trockener Boden, Nährstoffmangel, eine Kälteperiode nach dem Pflanzen oder zu lange im Topf gestandene Pflanzen. Hitze im Sechs- bis Achtblattstadium verzögert die Kopfbildung.

Warum wird mein Blumenkohl gelb?

Meist Sonne auf der Blume oder ein zu spät geernteter Kopf. Knick ein paar Umblätter über den Kopf, sobald er sichtbar wird, und ernte ihn, solange er fest ist.

Wann ist Blumenkohl erntereif?

Ab etwa 10 cm Durchmesser, solange der Kopf fest und geschlossen ist. Schieben sich die Röschen auseinander, sofort ernten.

Welchen Pflanzabstand braucht Blumenkohl?

Etwa 50 cm in der Reihe und 50–60 cm zwischen den Reihen, drei bis vier Pflanzen pro Quadratmeter.

Ist Karfiol dasselbe wie Blumenkohl?

Ja. Karfiol ist das österreichische Wort für Blumenkohl.

Eine Tüte Blumenkohl zur Hand?

Fotografier sie — Growie liest die Tüte, setzt sie in deinen Plan und erinnert dich ans Säen, Gießen und Ernten.

Garten kostenlos planen

Quellen

Jeder Wert hier ist durch mindestens zwei unabhängige Quellen belegt oder als Spanne angegeben, wo sie voneinander abweichen.

Bildnachweise