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Dicke Bohnen pflanzen: wann und wie

Dicke Bohnen legst du von Mitte Februar bis Ende März ins Beet, sobald der Boden offen ist. Sie vertragen leichten Frost. Geerntet wird im Juni und Juli.

Fakten geprüft am 26. September 2026

Dicke-Bohnen-Pflanze mit langen, prallen grünen Hülsen, reif zur Ernte
Foto: Josef Schlaghecken · CC BY-SA 4.0 · über Wikimedia Commons

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Für gemäßigtes Klima (Mitteleuropa). Growie verschiebt diese Fenster auf den letzten und ersten Frost in deinem Garten.

Anbau auf einen Blick

Saattiefe
5–8 cm
Abstand
15–20 cm in der Reihe, 45–60 cm zwischen den Reihen
Im Hochbeet 120 × 80 cm
Zwei Reihen, 12–16 Pflanzen
Keimung
Ab 3°C; am besten bei 15–20°C
Frost
Verträgt leichten Frost; Wintersorten nur in milden Lagen
Ernte
Juni–Juli bei Frühjahrssaat
Standort
Sonnig, eher schwerer Boden ohne Staunässe
Fruchtfolge
Mindestens 3, besser 5 Jahre Pause für Hülsenfrüchtler

Wann Dicke Bohnen legen?

Dicke Bohnen, je nach Region auch Puffbohnen, Saubohnen oder Ackerbohnen genannt, sind die robustesten Bohnen im Garten und mögen einen kühlen Start. Sie keimen schon ab etwa 3°C Bodentemperatur und kommen deshalb viel früher ins Beet als Busch- oder Stangenbohnen. Gelegt wird von Mitte Februar bis Ende März, sobald der Boden aufgetaut und abgetrocknet ist.

Je früher, desto besser: Pflanzen, die vor der Sommerhitze blühen, setzen mehr Hülsen an und sind schon kräftig, wenn sich im späten Frühjahr die Schwarze Bohnenlaus ausbreitet.

In Großbritannien werden winterharte Sorten wie 'Aquadulce Claudia' auch im Oktober oder November gesät. Sie überwintern als kleine Pflanzen und tragen im Mai oder Juni. Leichte Fröste halten sie aus, starker Kahlfrost und nasser Winterboden bringen sie aber um. In den meisten Lagen bei uns ist die Aussaat im Frühjahr deshalb die sichere Wahl.

Wenig Platz im Beet oder Mäuse im Garten? Dann zieh die Bohnen ab Ende Januar oder im Februar in Töpfen vor und pflanz sie im März aus.

Quellen: VEN, Hortipendium, RHS

So legst du Dicke Bohnen

Dicke Bohnen mögen einen sonnigen Platz und eher schweren, humosen Boden, der Wasser hält, aber nicht staunass wird. Neutraler bis kalkhaltiger Boden ist ihnen am liebsten, saure Böden kalkst du im Herbst vorher. Arbeite vor der Saat Kompost ein.

Leg die Bohnen 5–8 cm tief, im Abstand von 15–20 cm. Zwischen den Reihen lässt du 45–60 cm Platz, oder du säst Doppelreihen mit 20–25 cm Abstand und einem breiteren Weg zur nächsten. Die großen Samen haben genug Reserven, deshalb dürfen sie so tief liegen.

In ein Hochbeet von 120 × 80 cm passen zwei Reihen entlang der langen Seite mit etwa 40 cm Abstand, also 12–16 Pflanzen. Hohe Sorten beschatten ihre Nachbarn, setz sie deshalb an die Nordseite.

Eine junge Dicke-Bohnen-Pflanze mit ihren ersten graugrünen Blättern in steinigem Boden
Etwa drei Wochen nach dem Auflaufen. Foto: Alupus · CC BY-SA 3.0 · über Wikimedia Commons

Quellen: RHS, VEN, Hortipendium

Pflege, Stütze und Entspitzen

Halte die Reihen unkrautfrei, solange die Pflanzen klein sind. Gießen musst du vor der Blüte selten; bei Trockenheit während der Blüte und zwei Wochen danach aber kräftig.

Die meisten Sorten werden so hoch, dass sie bei Wind und Regen umkippen. Stell an den Reihenenden oder etwa jeden Meter einen Pfahl und spann beim Wachsen in etwa 30 cm Abstand Schnüre auf beiden Seiten.

Sobald die untersten Blüten kleine Hülsen angesetzt haben, knipst du die obersten Zentimeter jeder Pflanze ab. Dieses Entspitzen lenkt die Kraft in die Hülsen und entfernt die weichen Triebspitzen, an denen die Schwarze Bohnenlaus am liebsten sitzt.

Quellen: RHS, VEN, Hortipendium

Dicke Bohnen ernten

Im Frühjahr gesäte Bohnen sind im Juni und Juli erntereif, grob drei bis vier Monate nach der Saat. Pflück, wenn die Hülsen gut gefüllt, die Kerne aber noch klein und weich sind. Mach die Probe: Der Nabel, an dem der Kern an der Hülse hängt, sollte weiß oder grün sein. Ist er schwarz, sind die Kerne mehlig und zäh.

Ganz junge Hülsen um 5 cm Länge kannst du im Ganzen kochen. Ernte regelmäßig, dann tragen die Pflanzen noch einige Wochen. Danach schneidest du die Stängel am Boden ab und lässt die Wurzeln im Beet verrotten.

Frisch gepflückte Hülsen der Dicken Bohne auf einem Holzbrett
Foto: Kolforn · CC BY-SA 4.0 · über Wikimedia Commons

Quellen: RHS, VEN, Kiepenkerl

Schädlinge, Krankheiten und Fruchtfolge

Die Schwarze Bohnenlaus besiedelt von April bis August die weichen Triebspitzen. Frühe Saat und Entspitzen helfen am meisten; kleine Kolonien zerdrückst du, stark befallene Spitzen knipst du ab. Marienkäfer und Schwebfliegen holen meist bald auf, und selbst befallene Pflanzen liefern essbare Kerne.

Die Schokoladenfleckenkrankheit zeigt sich als kleine rotbraune Flecken auf Blättern und Stängeln und breitet sich bei kühlem, feuchtem Wetter und dichtem Stand aus. Gib den Pflanzen Platz und Luft und entferne befallene Pflanzen am Saisonende. Bohnenrost mit rostbraunen Pusteln zeigt sich meist ab der Blüte.

Der Blattrandkäfer frisst im Frühjahr Kerben in die Blattränder, das ist selten schlimm. Mäuse graben frisch gelegte Bohnen aus; vorgezogene Pflanzen umgehen das.

Dicke Bohnen sind Hülsenfrüchtler wie Erbsen und andere Bohnen. Halte mindestens drei, besser fünf Jahre Anbaupause ein, bevor wieder ein Hülsenfrüchtler ins selbe Beet kommt.

Eine dichte Kolonie der Schwarzen Bohnenlaus an einem Stängel der Dicken Bohne
Schwarze Bohnenläuse am weichen oberen Stängel. Foto: Rob Hille · Public domain · über Wikimedia Commons

Quellen: RHS, Hortipendium, VEN

Gute Nachbarn?

Mischkultur-Tabellen empfehlen Dicke Bohnen neben Kartoffeln und raten von Erbsen, Zwiebelgewächsen und Fenchel ab. Versuche, die diese Paare belegen, haben wir nicht gefunden, es ist Gärtnerwissen. Erbsen auf Abstand zu halten, ist wegen der Fruchtfolge trotzdem sinnvoll, weil sie dieselben Bodenkrankheiten teilen.

Ein echter Gesundheitshinweis: Menschen mit der angeborenen Stoffwechselstörung G6PD-Mangel können auf Dicke Bohnen heftig reagieren, das nennt man Favismus. Alle anderen können sie unbesorgt essen.

Quellen: VEN, MedlinePlus, RHS

Häufige Fragen

Wann legt man Dicke Bohnen?

Von Mitte Februar bis Ende März, sobald der Boden offen und abgetrocknet ist. Eine Herbstsaat klappt nur in sehr milden Lagen.

Wie tief legt man Dicke Bohnen?

5–8 cm tief, im Abstand von 15–20 cm, mit 45–60 cm zwischen den Reihen.

Sind Dicke Bohnen frosthart?

Leichte Fröste vertragen sie. Wintersorten überstehen milde Winter, starker Kahlfrost und nasser Boden können sie aber abtöten.

Wann Dicke Bohnen entspitzen?

Wenn die untersten Blüten kleine Hülsen angesetzt haben. Das hilft den Hülsen und nimmt der Schwarzen Bohnenlaus ihre Lieblingsstellen.

Was hilft gegen Läuse an Dicken Bohnen?

Früh säen, entspitzen und kleine Kolonien zerdrücken. Marienkäfer und Schwebfliegen übernehmen meist den Rest, die Kerne bleiben essbar.

Wann sind Dicke Bohnen erntereif?

Wenn die Hülsen gefüllt, die Kerne aber noch weich sind und der Nabel weiß oder grün ist, nicht schwarz.

Eine Tüte Dicke Bohnen zur Hand?

Fotografier sie — Growie liest die Tüte, setzt sie in deinen Plan und erinnert dich ans Säen, Gießen und Ernten.

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Quellen

Jeder Wert hier ist durch mindestens zwei unabhängige Quellen belegt oder als Spanne angegeben, wo sie voneinander abweichen.

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