Alle Aussaat-Ratgeber

Aussaat-Ratgeber · Korbblütler

Salat aussäen: wann und wie

Salat säst du von März bis August ins Beet, alle zwei bis drei Wochen ein paar, oder ziehst ihn ab Februar vor. Pflücksalat ist nach etwa sechs Wochen reif.

Fakten geprüft am 26. September 2026

Salatköpfe in einem Gartenbeet
Foto: Michael Garlick · CC BY-SA 2.0 · über Wikimedia Commons

Aussaatkalender

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
VorziehenDirektsaat

Für gemäßigtes Klima (Mitteleuropa). Growie verschiebt diese Fenster auf den letzten und ersten Frost in deinem Garten.

Anbau auf einen Blick

Saattiefe
0.5–1 cm, kaum bedeckt: Lichtkeimer
Abstand
Kopfsalat 25–30 cm in alle Richtungen, Pflücksalat 15 cm
Im Hochbeet 120 × 80 cm
12 Salatköpfe
Keimung
Am besten bei 15–20°C, über 20°C lückenhaft
Standort
Sonnig; im Hochsommer leichter Schatten
Ernte
Pflücksalat 4–6 Wochen, Köpfe 10–14 Wochen
Fruchtfolge
3–4 Jahre Pause für Korbblütler-Salate
Folgesaaten
Alle 2–3 Wochen ein paar säen

Wann Salat säen?

Salat liebt es kühl und hat eine lange Saatzeit. Ins Freiland säst du ab Ende März, sobald sich der Boden bearbeiten lässt, bis Ende Juli; in milden Lagen noch bis Anfang August für Herbstsalat. Für die ersten Köpfe ziehst du ab Februar im Haus vor und pflanzt ab März unter Vlies oder Folie aus.

Säe nie die ganze Reihe auf einmal. Ein Dutzend Pflanzen alle zwei bis drei Wochen bringt dir laufend Salat statt zwanzig Köpfe, die in derselben Woche schießen.

Knifflig wird es im Hochsommer. Salat keimt am besten bei 15–20°C, über 20°C läuft er immer schlechter auf, Julisaaten keimen deshalb oft lückenhaft. Säe abends, gieß die Rille vorher mit kaltem Wasser an und schattiere die Reihe, bis die Keimlinge da sind.

Winterharte Wintersalate säst du Ende August oder im September. Sie überwintern als kleine Pflanzen und bilden im Frühjahr ihre Köpfe, am sichersten unter Folie oder im Frühbeet.

Quellen: RHS, BZL, Bingenheimer Saatgut, Hortipendium, Johnny's Selected Seeds

So säst du Salat

Salat ist ein Lichtkeimer, deck die Samen also nur hauchdünn ab: etwa 0.5–1 cm feine Erde oder Anzuchterde, dann vorsichtig mit feiner Brause oder Sprühflasche angießen, damit nichts weggeschwemmt wird. Meist siehst du die Keimlinge nach einer Woche.

Säe dünn in Reihen mit 30 cm Abstand und vereinzle nach und nach. Kopfbildende Salate (Kopf-, Romana-, Eissalat) brauchen am Ende 25–30 cm in alle Richtungen, Pflücksalat kommt mit etwa 15 cm aus. Was du beim Vereinzeln herausziehst, ist dein erster Salat.

Vorgezogene Jungpflanzen setzt du aus, sobald sie ein paar echte Blätter haben. Pflanz sie nicht tiefer, als sie im Topf standen: Zu tief gesetzter Salat fault am Wurzelhals. Eine Woche abhärten, dann dürfen sie ins Beet.

In ein Hochbeet von 120 × 80 cm passen drei Reihen zu je vier Köpfen, also 12 Salate. Als Pflück- oder Schnittsalat bekommst du ungefähr doppelt so viele Pflanzen unter.

Eine Anzuchtschale mit einer Woche alten Salatkeimlingen
Foto: Dwight Sipler · CC BY 2.0 · über Wikimedia Commons

Quellen: RHS, BZL, Bingenheimer Saatgut, Hortipendium

Pflege: Wasser, Schatten und Schossen

Salat ist ein Schwachzehrer. Ein Beet, das im Vorjahr gut gedüngt wurde, oder etwas eingearbeiteter Kompost reicht völlig. Mehr Dünger macht vor allem weiche, mastige Blätter, auf die Schnecken fliegen.

Was er braucht, ist gleichmäßige Feuchtigkeit. Halte den Boden stetig feucht und gieß morgens an den Fuß der Pflanzen statt abends über die Blätter, das beugt Falschem Mehltau und Grauschimmel vor.

Im Frühjahr bekommt Salat den sonnigsten Platz. Ab Juni wächst er besser mit etwas Schatten in der Mittagshitze, etwa neben Stangenbohnen oder Mais, statt in die Blüte zu gehen.

Schossen, also das Hochtreiben des Blütenstängels, ist die Antwort auf Stress: Hitze, Trockenheit, lange Tage und zu enger Stand lösen es aus. Sobald der Stängel sich streckt, werden die Blätter innerhalb weniger Tage bitter. Gieß regelmäßig, halte die Abstände ein, nimm für Sommersaaten schossfeste Sorten und ernte die Köpfe, sobald sie fest sind.

Quellen: RHS, BZL, Bingenheimer Saatgut

Salat ernten

Pflücksalat ist vier bis sechs Wochen nach der Saat erntereif. Nimm von jeder Pflanze ein paar äußere Blätter und lass das Herz weiterwachsen, dann erntest du wochenlang von einer Saat.

Kopfsalat braucht von der Saat etwa 10 bis 14 Wochen, im Hochsommer weniger, im Frühjahr und Herbst mehr. Drück sanft auf den Kopf: Fühlt er sich fest an, schneidest du ihn mit einem scharfen Messer knapp über dem Boden ab. Lass reife Köpfe nicht stehen, bei Wärme schießen sie in wenigen Tagen.

Salat schmeckt am Erntetag am besten. Ernte morgens, solange es kühl ist, und bewahre die Köpfe höchstens ein paar Tage im Beutel im Kühlschrank auf.

Dicht gesäte Pflücksalate, bereit zum Ernten
Foto: Tiffany Woods, Oregon State University · CC BY-SA 2.0 · über Wikimedia Commons

Quellen: RHS, BZL, Bingenheimer Saatgut, Hortipendium

Welcher Salat?

Kopfsalat (Buttersalat) bildet weiche, lockere Köpfe und ist unter den kopfbildenden Salaten der schnellste, der klassische Salat für Frühjahr und Herbst. Romana- oder Römersalat wächst hoch und aufrecht, hat knackige, süßliche Blätter und verträgt Sommerwärme etwas besser. Eis- und Batavia-Salate bilden feste, knackige Köpfe und brauchen am längsten.

Pflücksalate wie Eichblatt oder Lollo bilden kein Herz. Sie sind am einfachsten, am schnellsten erntereif und die beste Wahl, wenn du Blatt für Blatt ernten willst, im Beet wie im Topf.

Quellen: RHS, BZL

Schädlinge, Krankheiten und Fruchtfolge

Schnecken sind der größte Feind des Salats, vor allem bei Jungpflanzen. Kontrolliere nach Regen in der Dämmerung, halte die Beetränder frei von hohem Gras und setz lieber kräftige Jungpflanzen als ganz kleine.

Falscher Mehltau zeigt sich als gelbe Flecken auf der Blattoberseite mit weißlichem Belag darunter. Er breitet sich bei feuchtem Wetter vom Frühsommer bis in den Herbst aus. Pflanz mit genug Abstand, gieß nur den Boden, entferne befallene Blätter und wähle resistente Sorten, auch wenn der Pilz immer wieder neue Rassen bildet, die die Resistenz durchbrechen.

Blattläuse sitzen an den Blättern und im Herz; ein kräftiger Wasserstrahl oder ihre natürlichen Gegenspieler halten sie meist in Schach. Schwerer zu erkennen ist die Salatwurzellaus: Die Pflanzen welken in der Mittagssonne ohne ersichtlichen Grund, die Wurzeln sind mit weißem, wachsigem Puder bedeckt. Sie überwintert an Pappeln, Beete in deren Nähe sind deshalb stärker gefährdet; es gibt resistente Sorten.

Salat gehört mit Endivie, Chicorée und Radicchio zu den Korbblütlern. Lass drei bis vier Jahre vergehen, bevor eines davon wieder im selben Beet wächst.

Quellen: RHS, INRAE Ephytia, Hortipendium, BZL, Bingenheimer Saatgut

Gute Nachbarn?

Weil er schnell wächst und klein bleibt, ist Salat der klassische Lückenfüller: zwischen langsamen Kulturen wie Kohl oder Lauch oder dort, wo sich später eine andere Kultur ausbreitet. Das ist praktisch, nicht magisch, und es funktioniert.

Mischkultur-Tabellen kombinieren Salat außerdem mit Radieschen, Möhren oder Zwiebeln und behaupten, er halte Erdflöhe von Radieschen fern. Belastbare Belege dafür haben wir nicht gefunden, es ist Gärtnerwissen. Die eine Regel mit gutem Grund ist die Fruchtfolge: nach Salat keine anderen Korbblütler-Salate.

Quellen: BZL, RHS, Bingenheimer Saatgut

Häufige Fragen

Wann sät man Salat?

Ins Freiland von Ende März bis Ende Juli, in milden Lagen bis Anfang August. Die ersten Pflanzen ziehst du ab Februar im Haus vor. Wintersalat säst du Ende August oder im September.

Warum keimt mein Salat im Sommer nicht?

Es ist zu warm. Salat keimt am besten bei 15–20°C und schlecht über 20°C. Säe abends, gieß die Rille mit kaltem Wasser an und schattiere sie, bis die Keimlinge da sind.

Muss man Salatsamen mit Erde bedecken?

Nur ganz dünn. Salat ist ein Lichtkeimer, bedeck ihn mit höchstens 0.5–1 cm feiner Erde und halte ihn feucht.

Warum schießt mein Salat?

Hitze, Trockenheit, lange Tage und zu enger Stand lassen Salat schießen. Gieß regelmäßig, schattiere im Sommer leicht, nimm schossfeste Sorten und ernte die Köpfe, sobald sie fest sind.

Welchen Pflanzabstand braucht Salat?

Kopfbildende Salate brauchen 25–30 cm in alle Richtungen, Pflücksalat etwa 15 cm in Reihen mit 30 cm Abstand.

Wächst Salat auch im Halbschatten?

Im lichten Schatten ja, im Hochsommer hilft das sogar. Im tiefen Schatten wächst er langsam und bleibt locker. Im Frühjahr und Herbst gehört er in die volle Sonne.

Eine Tüte Salat zur Hand?

Fotografier sie — Growie liest die Tüte, setzt sie in deinen Plan und erinnert dich ans Säen, Gießen und Ernten.

Garten kostenlos planen

Quellen

Jeder Wert hier ist durch mindestens zwei unabhängige Quellen belegt oder als Spanne angegeben, wo sie voneinander abweichen.

Bildnachweise