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Aussaat-Ratgeber · Doldenblütler

Staudensellerie anbauen: Aussaat, Pflanzung, Ernte

Staudensellerie säst du im März oder April warm vor und pflanzt ihn Ende Mai oder im Juni aus. Geerntet wird ab Spätsommer bis zum ersten Frost.

Fakten geprüft am 26. September 2026

Reihen von Staudensellerie in einem Gemüsegarten im Sommer
Foto: Simon Mannweiler · CC BY-SA 4.0 · über Wikimedia Commons

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Für gemäßigtes Klima (Mitteleuropa). Growie verschiebt diese Fenster auf den letzten und ersten Frost in deinem Garten.

Anbau auf einen Blick

Aussaat
Nur andrücken: Lichtkeimer
Keimung
18–20°C, 2–3 Wochen
Schossgefahr
Jungpflanzen nicht unter 10°C
Abstand
25–30 cm in alle Richtungen, im Block
Im Hochbeet 120 × 80 cm
12 Pflanzen (4 × 3)
Wasser
Boden nie austrocknen lassen
Ernte
August–Oktober, vor dem Frost
Fruchtfolge
3 Jahre Pause nach Doldenblütlern

Wann Staudensellerie aussäen?

Staudensellerie, in Österreich und der Schweiz meist Stangensellerie genannt, braucht eine lange Kulturzeit und wird deshalb immer vorgezogen. Säe von Mitte März bis Mitte April. Mit beheiztem Anzuchtkasten oder einer warmen, hellen Fensterbank geht es auch ab Februar; früher gesät heißt früher geerntet, aber nur, wenn du die Sämlinge warm halten kannst.

Wärme ist der ganze Trick. Sellerie ist zweijährig: Eine Kälteperiode signalisiert ihm, dass der Winter vorbei ist, und er schießt dann schon im ersten Sommer in Blüte, statt Stangen zu bilden. Besonders heikel sind Temperaturen um 5–8°C. Halte die Anzucht über etwa 15°C und lass die Jungpflanzen, bis sie gut eingewachsen sind, nie länger als etwa 12 Stunden unter 10°C stehen.

Ausgepflanzt wird Ende Mai oder im Juni, wenn die Nächte nicht mehr unter 10°C fallen, also frühestens nach den Eisheiligen.

Quellen: RHS, Garden Organic, Hortipendium

So säst und pflanzt du Staudensellerie

Sellerie ist Lichtkeimer. Streu die winzigen Samen dünn auf feuchte Anzuchterde und drück sie nur an, oder überstreu sie hauchdünn mit Erde. Halte die Schale bei 18–20°C und die Oberfläche feucht; eine Haube oder Folie hilft. Nach zwei bis drei Wochen zeigen sich die Keimlinge.

Sobald du sie greifen kannst, pikierst du sie einzeln in kleine Töpfe oder Multitopfplatten und ziehst sie hell und warm weiter. Härte sie vor dem Auspflanzen langsam ab und behalte die Nachttemperaturen im Blick.

Setz sie in nährstoffreichen, humosen Boden, der Wasser gut hält. Arbeite vorher reichlich reifen Kompost ein, am besten schon im Herbst davor. Selbstbleichende und grüne Sorten pflanzt du im Block statt in einer einzelnen Reihe, mit 25–30 cm Abstand in alle Richtungen, damit sie sich gegenseitig die Stiele beschatten. In ein Hochbeet von 120 × 80 cm passt so ein Block von vier mal drei, also 12 Pflanzen.

Setz die Pflanzen so tief, wie sie im Topf standen, gieß sie gut an und schütz sie sofort vor Schnecken.

Junge Selleriepflanzen werden aus kleinen Töpfen ausgepflanzt
Foto: Badak Ironman · CC BY-SA 4.0 · über Wikimedia Commons

Quellen: RHS, Garden Organic, Hortipendium

Wasser, Dünger und Bleichen

Sellerie braucht gleichmäßig Wasser. Halte den Boden den ganzen Sommer feucht und gieß bei Trockenheit reichlich. Eine Mulchschicht hält die Feuchtigkeit im Boden.

Auf gutem Boden reicht der eingearbeitete Kompost. Auf magerem Boden oder wenn das Wachstum stockt, gibst du etwas stickstoffbetonten organischen Dünger; im Kübel alle zwei Wochen einen ausgewogenen Flüssigdünger.

Die meisten Sorten für den Garten sind heute selbstbleichend oder grün und müssen nicht angehäufelt werden; die Blockpflanzung hält die Stiele hell genug. Willst du sie heller, bindest du eine Manschette aus Pappe oder Zeitungspapier um die Pflanzen, sobald sie etwa 30 cm hoch sind. Klassischer Bleichsellerie kommt in einen etwa 10 cm tiefen Graben und wird ab Spätsommer angehäufelt; das ist mehr Arbeit und heute selten.

Quellen: RHS, Garden Organic, Hortipendium

Ernte

Selbstbleichender und grüner Staudensellerie ist ab Mitte bis Ende Sommer erntereif, etwa 11 bis 12 Wochen nach dem Auspflanzen, und du kannst bis in den Herbst ernten. Nimm ganze Pflanzen, wie du sie brauchst, bevor die äußeren Blätter gelb werden.

Diese Sorten sind nicht frosthart. Werden die Nächte kalt, deck die Pflanzen mit Vlies ab und ernte vor dem ersten richtigen Frost fertig. Klassischer Bleichsellerie ist robuster und wird traditionell ab Oktober bis in den Winter geerntet.

Frisch geernteter Staudensellerie mit Wurzeln und Blättern
Foto: Simon Mannweiler · CC BY-SA 4.0 · über Wikimedia Commons

Quellen: RHS, Garden Organic, Hortipendium

Schädlinge, Krankheiten und Fruchtfolge

Die wichtigste Krankheit ist die Blattfleckenkrankheit (Septoria): Braune bis graubraune Flecken breiten sich über die Blätter aus, bei warmem, nassem Wetter kann ein ganzer Bestand in wenigen Wochen zusammenbrechen. Kauf frisches Saatgut von einem guten Anbieter, entferne fleckige Blätter, gieß an den Fuß und räum das Beet am Saisonende ab.

Die Selleriefliege legt ihre Eier in die Blätter; die Maden fressen breite, helle Platzminen, die vertrocknen. Zupf minierte Blätter ab, sobald du sie siehst.

Schnecken lieben Sellerie, vor allem direkt nach dem Auspflanzen.

Sellerie gehört zu den Doldenblütlern (Apiaceae), mit Möhren, Pastinaken, Petersilie, Dill, Fenchel und Knollensellerie. Lass mindestens drei Jahre vergehen, bevor eines davon wieder im selben Beet wächst; das hilft auch gegen die Blattfleckenkrankheit.

Ein Sellerieblatt mit braunen Flecken durch die Blattfleckenkrankheit Septoria
Septoria-Blattflecken an Sellerie. Foto: Josef Schlaghecken · CC BY 4.0 · über Wikimedia Commons

Quellen: RHS, Hortipendium

Gute Nachbarn?

Mischkultur-Tabellen empfehlen Sellerie oft neben Lauch, Kohl, Tomaten oder Bohnen und schreiben ihm zu, Kohlweißlinge fernzuhalten. Belastbare Versuche dazu haben wir nicht gefunden; das ist Gärtnerwissen.

Was wirklich zählt: Sellerie nicht direkt neben oder nach Möhren, Pastinaken oder Petersilie setzen, die dieselben Schädlinge und Blattkrankheiten teilen, und nicht dorthin, wo höhere Kulturen ihn beschatten oder ihm das Wasser streitig machen.

Quellen: RHS, Hortipendium

Häufige Fragen

Wann sät man Staudensellerie aus?

Von Mitte März bis Mitte April auf der warmen Fensterbank, mit Heizmatte ab Februar. Ausgepflanzt wird Ende Mai oder im Juni.

Ist Sellerie ein Lichtkeimer?

Ja. Drück die Samen nur an oder bedecke sie ganz dünn und halte sie bei 18–20°C.

Warum schießt mein Sellerie?

Fast immer, weil die Jungpflanzen zu kalt standen, etwa auf einer kalten Fensterbank oder zu früh ausgepflanzt. Halte sie über 10°C, besser wärmer, bis sie eingewachsen sind.

Welchen Pflanzabstand braucht Staudensellerie?

Etwa 25–30 cm in alle Richtungen, im Block statt in einer einzelnen Reihe, damit sich die Pflanzen gegenseitig die Stiele beschatten.

Muss man Staudensellerie bleichen?

Nein. Selbstbleichende und grüne Sorten im Block müssen nicht angehäufelt werden. Mit einer Papp-Manschette werden die Stiele heller und milder, wenn du das möchtest.

Verträgt Staudensellerie Frost?

Selbstbleichende Sorten nicht. Deck sie in kalten Nächten mit Vlies ab und ernte vor dem ersten Frost.

Eine Tüte Staudensellerie zur Hand?

Fotografier sie — Growie liest die Tüte, setzt sie in deinen Plan und erinnert dich ans Säen, Gießen und Ernten.

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Quellen

Jeder Wert hier ist durch mindestens zwei unabhängige Quellen belegt oder als Spanne angegeben, wo sie voneinander abweichen.

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