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Aussaat-Ratgeber · Doldenblütler

Knollensellerie vorziehen und pflanzen

Knollensellerie säst du im Februar oder März im Haus, hältst die Jungpflanzen warm, damit sie nicht schießen, und pflanzt ab Mitte Mai aus. Ernte ab Oktober.

Fakten geprüft am 26. September 2026

Knollensellerie mit dicken Knollen und kräftigem Laub im Gemüsegarten
Foto: Jamain · CC BY-SA 3.0 · über Wikimedia Commons

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Für gemäßigtes Klima (Mitteleuropa). Growie verschiebt diese Fenster auf den letzten und ersten Frost in deinem Garten.

Anbau auf einen Blick

Aussaat im Haus
Februar bis März
Keimung
18–20°C, 2–3 Wochen; Lichtkeimer
Schossgefahr
Jungpflanzen über 15°C halten
Auspflanzen
Mitte Mai bis Juni, nach den Eisheiligen
Abstand
30–40 cm in der Reihe, 40–50 cm Reihenabstand
Im Hochbeet 120 × 80 cm
2 Reihen, 6–8 Pflanzen
Wasser
Gleichmäßig feucht, am meisten im Juli–August
Ernte
Ab Oktober; in milden Lagen unter Mulch bis in den Winter

Wann Knollensellerie aussäen?

Knollensellerie braucht eine lange Kulturzeit und wird deshalb immer vorgezogen. Säe im Februar oder März; Profibetriebe mit beheizten Gewächshäusern beginnen schon im Januar.

Das Wichtigste ist Wärme. Stehen die Jungpflanzen einige Wochen unter etwa 10–15°C, besonders im Bereich von 5–8°C, werten sie das als Winter und schießen im Sommer in Blüte, statt eine Knolle zu bilden. Halte die Sämlinge durchgehend bei 16–20°C oder wärmer, bis sie hinauskommen, und härte sie nicht zu früh ab.

Ausgepflanzt wird, wenn keine Fröste mehr drohen: ab Mitte Mai, meist nach den Eisheiligen. Jungpflanzen können bis Ende Juni ins Beet.

Quellen: RHS, Hortipendium, Wikipedia (de)

So ziehst du Knollensellerie vor und pflanzt ihn

Selleriesamen ist winzig und keimt nur im Licht. Streu ihn dünn auf feuchte Anzuchterde, drück ihn an und bedeck ihn höchstens hauchdünn. Bei 18–20°C läuft er nach etwa zwei bis drei Wochen auf; halte die Oberfläche feucht, am besten durch Gießen von unten.

Sind die Sämlinge groß genug, pikierst du sie einzeln in Multitopfplatten oder kleine Töpfe. Zieh sie warm und hell weiter, bis sie etwa sechs echte Blätter haben.

Such einen sonnigen Platz mit nährstoffreichem Boden, der Feuchtigkeit gut hält, und arbeite reichlich Kompost ein. Pflanz so tief, wie die Pflanze im Topf stand, der Stängelgrund auf Höhe der Erdoberfläche. Zu tief gesetzt, bildet sich die Knolle schlecht.

Setz die Pflanzen mit 30–40 cm Abstand in Reihen, die 40–50 cm auseinanderliegen. In ein Hochbeet von 120 × 80 cm passen zwei Reihen, bei 30 cm Abstand 8 Pflanzen, bei 40 cm sechs. Enger gepflanzt bleiben die Knollen kleiner.

Junge Selleriepflanzen Anfang Juni im Hochbeet
Foto: Kolforn · CC BY-SA 4.0 · über Wikimedia Commons

Quellen: RHS, Hortipendium, Wikipedia (de)

Pflege im Sommer

Knollensellerie ist durstig. Halte den Boden die ganze Saison gleichmäßig feucht; eine dicke Mulchschicht hilft, solange sie die Knolle nicht bedeckt. Am meisten Wasser brauchen die Pflanzen von Mitte Juli bis Anfang September, wenn die Knolle dick wird; Trockenheit in dieser Zeit bringt kleine, holzige Knollen.

Gieß auf den Boden statt über die Blätter, das beugt Blattflecken vor. Ab Spätsommer entfernst du äußere Blätter, sobald sie flach aufliegen, und Seitentriebe, damit der Knollenkopf frei bleibt.

Quellen: RHS, Hortipendium

Ernten und lagern

Knollensellerie wächst langsam und legt im Herbst am meisten zu, lass ihn also so lange wie möglich stehen. Geerntet wird ab Oktober, wenn die Knollen etwa 10–14 cm Durchmesser haben.

Leichten Frost verträgt er. In milden Lagen kann er unter einer dicken Strohschicht bis in den Winter im Beet bleiben. Zuverlässig winterhart ist er nicht; wo die Winter kälter sind, holst du ihn vor starkem Frost heraus.

Dreh das Laub ab, kürz die Wurzeln und lagere die Knollen kühl bei 0–5°C in Kisten mit feuchtem Sand oder Erde, damit sie nicht austrocknen. So halten sie mehrere Monate.

Eine Sellerieknolle im Oktober, die an der Erdoberfläche dick wird
Foto: Kolforn · CC BY-SA 4.0 · über Wikimedia Commons

Quellen: RHS, Wikipedia (en), Wikipedia (de)

Schädlinge, Krankheiten und Fruchtfolge

Die wichtigste Krankheit ist die Blattfleckenkrankheit (Septoria): braune Flecken, die sich von den älteren Blättern aus über das Laub ausbreiten. Sie wird mit dem Saatgut und durch Spritzwasser übertragen; nimm gutes Saatgut, gieß auf den Boden und wähle, wo möglich, widerstandsfähige Sorten.

Larven der Selleriefliege fressen helle Flecken in die Blätter; entferne befallene Blätter. Schnecken gehen an junge Pflanzen, und die Möhrenfliege kann Gänge in die Knolle fressen. Ein feines Kulturschutznetz hält beide Fliegen fern.

Schießt Sellerie schon im ersten Sommer, liegt das fast immer an zu kalten Jungpflanzen im Frühjahr (siehe oben).

Knollensellerie gehört zu den Doldenblütlern (Apiaceae), mit Möhren, Pastinaken, Petersilie, Dill und Fenchel. Bau ihn nie direkt nach sich selbst oder einem davon an; lass mehrere Jahre Pause, am besten vier.

Quellen: RHS, Hortipendium, BDG Gartenfreunde

Gute Nachbarn?

Traditionell steht Knollensellerie neben Lauch, Kohl oder Bohnen, und manche Tabellen sagen, er halte den Kohlweißling fern. Belege dafür haben wir nicht gefunden. Betrachte solche Paare als Gärtnerwissen.

Die Regel mit gutem Grund ist die Fruchtfolge: Sellerie nicht neben oder nach anderen Doldenblütlern, mit denen er Schädlinge und Krankheiten teilt.

Quellen: RHS, Hortipendium

Häufige Fragen

Wann sät man Knollensellerie aus?

Im Februar oder März im Haus, ausgepflanzt wird ab Mitte Mai nach den Frösten.

Ist Sellerie ein Lichtkeimer?

Ja. Drück die Samen nur an und bedeck sie höchstens hauchdünn mit Erde.

Warum schießt mein Sellerie?

Die Jungpflanzen standen zu kalt, meist einige Wochen unter etwa 10–15°C vor oder kurz nach dem Auspflanzen. Halte die Sämlinge warm und pflanz erst aus, wenn die Nächte mild sind.

Wie tief pflanzt man Knollensellerie?

So tief, wie er im Topf stand, der Stängelgrund auf Höhe der Erdoberfläche, nicht tiefer.

Warum bleibt meine Sellerieknolle so klein?

Meist Trockenheit im Spätsommer, magerer Boden, zu enger Stand oder zu tiefe Pflanzung. Gieß von Juli bis September gleichmäßig und gib ihm nährstoffreichen Boden und Platz.

Wann erntet man Knollensellerie?

Ab Oktober, möglichst spät, weil die Knollen im Herbst am meisten wachsen. Vor starkem Frost ernten oder in milden Lagen unter Mulch stehen lassen.

Eine Tüte Knollensellerie zur Hand?

Fotografier sie — Growie liest die Tüte, setzt sie in deinen Plan und erinnert dich ans Säen, Gießen und Ernten.

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Quellen

Jeder Wert hier ist durch mindestens zwei unabhängige Quellen belegt oder als Spanne angegeben, wo sie voneinander abweichen.

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