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Aussaat-Ratgeber · Doldenblütler

Dill säen: wann und wie

Dill säst du von April bis August direkt ins warme Beet, alle drei bis vier Wochen eine kleine Portion. Umpflanzen mag er nicht, vorziehen lohnt sich kaum.

Fakten geprüft am 26. September 2026

Blühender Dill mit vielen gelben Dolden in einem Kräutergarten
Foto: Dguendel · CC BY 4.0 · über Wikimedia Commons

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Für gemäßigtes Klima (Mitteleuropa). Growie verschiebt diese Fenster auf den letzten und ersten Frost in deinem Garten.

Anbau auf einen Blick

Aussaat ins Beet
April bis August
Saattiefe
Nur dünn bedeckt, höchstens 1 cm
Abstand
Auf etwa 20 cm vereinzeln, 30 cm Reihenabstand
Keimdauer
1–4 Wochen in warmem Boden
Folgesaaten
Alle 3–4 Wochen bis August
Standort
Sonnig, windgeschützt, durchlässiger Boden
Ernte
Blätter ab etwa 6 Wochen; Samen, wenn sie braun sind
Fruchtfolge
4 Jahre Pause nach Doldenblütlern

Wann Dill säen?

Dill mag es warm. Säe ihn ins Freiland, sobald sich der Boden im Frühjahr erwärmt hat, meist ab April, und bis in den August hinein nach. In kaltem Boden liegt er nur und wartet.

Eine einzelne Aussaat liefert nur ein paar Wochen lang Blätter, dann schießen die Pflanzen in Blüte. Für laufend frischen Dill säst du alle drei bis vier Wochen eine kleine Portion nach.

Dill verträgt es schlecht, wenn seine Wurzeln gestört werden, und schießt nach dem Umpflanzen gern sofort in Blüte. Willst du doch vorziehen, säe ein paar Samen pro Multitopfzelle und setz den ganzen Ballen jung aus, etwa vier Wochen nach der Aussaat, bevor die Pfahlwurzel lang wird.

Quellen: RHS, Kiepenkerl, Wikipedia (de)

So säst du Dill

Gib Dill einen warmen, sonnigen und windgeschützten Platz. Im Halbschatten wächst er auch, aber langsamer und mit weniger Blattmasse. Der Boden sollte locker, humos und durchlässig sein, kalte, nasse Erde mag Dill nicht.

Säe dünn in flache Rillen mit etwa 30 cm Abstand oder breitwürfig auf eine Fläche. Bedeck die Samen nur leicht, höchstens 1 cm. Ob Dill ein Licht- oder Dunkelkeimer ist, wird unterschiedlich angegeben; eine dünne Erdschicht funktioniert in beiden Fällen und verhindert, dass der Wind die Samen verweht.

Halte die Erde gleichmäßig feucht, bis die Keimlinge da sind; das dauert je nach Wärme ein bis vier Wochen. Vereinzle auf etwa 20 cm, wenn du buschige Pflanzen willst; für eine Fläche junger Blätter zum Schneiden dürfen sie dichter stehen.

Eine junge Dillpflanze mit fadenförmigen Blättern in offener Gartenerde
Foto: Salicyna · CC BY-SA 4.0 · über Wikimedia Commons

Quellen: RHS, Kiepenkerl, Wikipedia (de), Wikipedia (en)

Pflege und Schossen

Gieß bei Trockenheit regelmäßig. Hitze und Trockenheit treiben Dill wie das Umpflanzen früh in die Blüte, und danach wird das Laub spärlich.

Ansonsten braucht Dill wenig. Halte junge Pflanzen unkrautfrei und kontrolliere die weichen Triebspitzen auf Blattläuse.

Quellen: RHS, Kiepenkerl

Blätter und Samen ernten

Ernte Blätter, sobald die Pflanzen gut angewachsen sind, etwa sechs Wochen nach der Aussaat. Schneid junge Triebe nach Bedarf und lass mindestens ein Drittel der Pflanze stehen, damit sie weiterwächst.

Frische Blätter welken schnell, verbrauch sie also gleich. Zum Aufbewahren friert man die gehackten Blätter ein; getrocknet verliert Dill viel Aroma.

Für Samen lässt du ein paar Pflanzen blühen. Schneid die Dolden im Spätsommer ab, wenn die Samen braun werden, trockne sie kopfüber in einer Papiertüte an einem warmen, trockenen Ort und bewahre die Samen luftdicht auf. Noch grüne Blütendolden sind die klassische Zutat für Gewürzgurken.

Nahaufnahme einer Dilldolde mit noch geschlossenen gelben Knospen
Foto: Ermell · CC BY-SA 4.0 · über Wikimedia Commons

Quellen: RHS, Kiepenkerl, Wikipedia (en), Wikipedia (de)

Schädlinge, Krankheiten und Fruchtfolge

Häufigster Schädling sind Blattläuse, dazu Schnecken an jungen Sämlingen. Nützlinge wie Florfliegen helfen, die Läuse in Schach zu halten.

Die wichtigste Krankheit ist eine Fusarium-Welke: Pflanzen vergilben, welken und sterben ab, oft nesterweise. Der Pilz überdauert im Boden, deshalb sollte Dill weder nach sich selbst noch nach anderen Doldenblütlern stehen.

Dill gehört zu den Doldenblütlern (Apiaceae), zusammen mit Möhren, Pastinaken, Petersilie, Sellerie und Fenchel. Lass etwa vier Jahre vergehen, bevor Dill oder einer davon wieder am selben Platz wächst.

Quellen: RHS, Kiepenkerl, Wikipedia (de), BDG Gartenfreunde

Gute Nachbarn?

Dill wird traditionell zu Gurken, Möhren oder Kohl gesät, und seine offenen Blüten werden von vielen Insekten besucht. Ob das die Nachbarkultur tatsächlich schützt, ist kaum belegt; betrachte es als schöne Tradition.

Zwei praktische Hinweise: Dill ist selbst ein Doldenblütler, er zählt also nicht als Fruchtfolge-Pause zwischen Möhren oder Pastinaken, und wer Saatgut gewinnt, hält ihn von Fenchel fern.

Quellen: RHS, Wikipedia (en), Kiepenkerl

Häufige Fragen

Wann sät man Dill?

Draußen ab April, sobald der Boden warm ist, bis Juli oder August, alle drei bis vier Wochen eine neue Portion.

Ist Dill ein Lichtkeimer?

Die Angaben gehen auseinander. Bedeck die Samen nur dünn mit Erde, höchstens 1 cm, und halte sie feucht.

Warum blüht mein Dill so schnell?

Hitze, Trockenheit und Umpflanzen lassen Dill schießen. Säe direkt, gieß bei Trockenheit und säe alle paar Wochen nach.

Kann man Dill im Topf ziehen?

Es geht, aber Dill wird hoch, bildet eine Pfahlwurzel und trocknet im Topf schnell aus. Am besten wächst er direkt im Beet.

Wie macht man Dill haltbar?

Gehackt einfrieren; beim Trocknen geht viel Aroma verloren. Samen werden getrocknet und luftdicht aufbewahrt.

Warum wird mein Dill gelb und welkt?

Oft eine bodenbürtige Fusarium-Welke, besonders dort, wo kürzlich Dill oder andere Doldenblütler standen, oder Staunässe. Säe an einen neuen Platz mit durchlässigem Boden.

Eine Tüte Dill zur Hand?

Fotografier sie — Growie liest die Tüte, setzt sie in deinen Plan und erinnert dich ans Säen, Gießen und Ernten.

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Quellen

Jeder Wert hier ist durch mindestens zwei unabhängige Quellen belegt oder als Spanne angegeben, wo sie voneinander abweichen.

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