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Aussaat-Ratgeber · Doldenblütler

Pastinaken säen: wann und wie

Pastinaken säst du von März bis Mai direkt ins Beet, am besten im April und mit frischem Saatgut. Geerntet wird ab Oktober bis in den Winter.

Fakten geprüft am 26. September 2026

Frisch geerntete Pastinaken mit Laub auf einem Gartentisch
Foto: René Hourdry · CC BY-SA 4.0 · über Wikimedia Commons

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Für gemäßigtes Klima (Mitteleuropa). Growie verschiebt diese Fenster auf den letzten und ersten Frost in deinem Garten.

Anbau auf einen Blick

Aussaat ins Beet
März bis Mai, am besten April
Saattiefe
Etwa 1–2 cm
Abstand
10–15 cm in der Reihe, 30 cm zwischen den Reihen
Im Hochbeet 120 × 80 cm
3 Reihen, 24–36 Pastinaken
Keimdauer
2–4 Wochen; nur frisches Saatgut
Ernte
Oktober bis März, 5–7 Monate nach der Aussaat
Frost
Winterhart; Frost macht sie süßer
Fruchtfolge
4 Jahre Pause für alle Doldenblütler

Wann Pastinaken säen?

Pastinaken säst du von März bis Mai direkt ins Beet. Sie keimen langsam und tun sich in kaltem, nassem Boden schwer, eine frühe Aussaat bringt also wenig: In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist meist der April der beste Monat.

Pastinaken brauchen eine lange Kulturzeit, rund fünf bis sieben Monate bis zur ausgewachsenen Wurzel. Später als Mai solltest du deshalb nicht säen.

Kauf jedes Jahr frisches Saatgut. Pastinakensamen verliert seine Keimfähigkeit schnell, oft schon nach ein bis zwei Jahren, und altes Saatgut ist der häufigste Grund für lückige Reihen.

Quellen: RHS, Garden Organic, Hortipendium, Kiepenkerl, Wikipedia (de), Wikipedia (en)

So säst du Pastinaken

Such dir einen sonnigen Platz mit tiefgründigem, lockerem Boden, der nicht zu Staunässe neigt. Sammle Steine ab und lockere verdichtete Schichten, sonst werden die langen Wurzeln beinig. Frischen Mist oder Kompost arbeitest du kurz vor der Saat besser nicht ein; am besten wachsen Pastinaken in einem Beet, das für die Vorkultur gut versorgt wurde.

Zieh Rillen von etwa 1–2 cm Tiefe mit 30 cm Abstand. Weil die Samen ungleichmäßig keimen, legst du sie in Horsten: alle 10–15 cm drei Samen zusammen. Deck sie dünn ab und halte die Erde feucht, bis die Keimlinge da sind; das kann zwei bis vier Wochen dauern.

Haben die Sämlinge ein paar echte Blätter, lässt du an jeder Stelle nur den kräftigsten stehen. Für dicke Wurzeln bleiben 15 cm zwischen den Pflanzen, für kleinere reichen 10 cm.

In ein Hochbeet von 120 × 80 cm passen drei Reihen mit 30 cm Abstand. Bei 15 cm in der Reihe sind das 8 Pflanzen pro Reihe, zusammen 24; bei 10 cm etwa 36.

Weil Pastinaken anfangs langsam wachsen, kannst du zwischen den Reihen schnelle Vor- oder Zwischenkulturen wie Radieschen oder Salat ziehen, die geerntet sind, bevor das Pastinakenlaub alles überdeckt.

Ein junger Pastinakensämling mit ersten Blättern und dünner Pfahlwurzel vor weißem Hintergrund
Foto: Krzysztof Ziarnek, Kenraiz · CC BY-SA 4.0 · über Wikimedia Commons

Quellen: RHS, Garden Organic, Hortipendium, Kiepenkerl

Pflege über den Sommer

Jäte in der Nähe der Pflanzen vorsichtig von Hand. Mit der Hacke verletzt man leicht die Wurzelköpfe, und verletzte Wurzeln bekommen eher Pastinakenkrebs.

Gieß bei längerer Trockenheit, dann aber durchdringend. Wie bei Möhren lässt ein plötzlicher kräftiger Guss nach völliger Trockenheit die Wurzeln aufplatzen.

Bis zum Spätsommer werden Pastinaken zu großen, blattreichen Pflanzen. An sonnigen Tagen gehst du mit dem Laub besser vorsichtig um (siehe unten).

Kräftige Pastinakenpflanzen im Klostergarten im August
Foto: Dguendel · CC BY 4.0 · über Wikimedia Commons

Quellen: RHS, Garden Organic, Kiepenkerl, Wikipedia (en)

Ernten und lagern

Erntereif sind Pastinaken ab etwa Oktober, wenn das Laub einzuziehen beginnt. Die meisten warten die ersten Fröste ab: Kälte wandelt einen Teil der Stärke in der Wurzel in Zucker um, und der Geschmack wird deutlich süßer.

Pastinaken sind völlig winterhart, das einfachste Lager ist deshalb das Beet selbst. Lass sie in der Erde und grab sie bis März nach Bedarf aus. Lockere den Boden vorher mit der Grabegabel, die langen Wurzeln brechen leicht. Eine Schicht Stroh oder Vlies hält den Boden auch bei starkem Frost grabbar.

Was übrig ist, erntest du, bevor die Pflanzen im Frühjahr wieder austreiben. Willst du sie im Haus lagern, dann wie Möhren: kalt, knapp über dem Gefrierpunkt, und feucht, in Kisten mit feuchtem Sand.

Quellen: RHS, Garden Organic, Hortipendium, Kiepenkerl, Wikipedia (de), Wikipedia (en)

Pastinakenkrebs, Möhrenfliege, Hautreizungen und Fruchtfolge

Pastinakenkrebs zeigt sich als raue, orangebraune bis schwarze Stellen, meist am Wurzelkopf. Mehrere Pilze lösen ihn aus; sie dringen leichter über Wunden ein, etwa durch Möhrenfliegen-Fraß oder einen Hackenhieb, und in kaltem, nassem Boden. Nimm widerstandsfähige Sorten und verletze die Wurzeln möglichst nicht.

Die Möhrenfliege befällt auch Pastinaken. Es hilft dasselbe wie bei Möhren: ein feines Kulturschutznetz über dem Beet und möglichst wenig Hantieren am Laub.

Der Pflanzensaft der Pastinake enthält Furocumarine. Kommt er auf die Haut und diese danach in die Sonne, kann es zu verbrennungsähnlichen Rötungen und Blasen kommen. Trag an sonnigen Tagen lange Ärmel und Handschuhe, wenn du mit dem Laub arbeitest, besonders beim Abräumen alter Pflanzen oder Samenstände, und wasch Pflanzensaft gleich ab.

Pastinaken gehören zu den Doldenblütlern (Apiaceae), zusammen mit Möhren, Petersilie, Sellerie, Dill und Fenchel. Säe sie nicht dorthin, wo kürzlich einer davon stand, sondern lass mindestens vier Jahre Pause.

Quellen: RHS, Wikipedia (en), Wikipedia (de), BDG Gartenfreunde

Gute Nachbarn?

Mischkultur-Tabellen empfehlen Pastinaken neben Zwiebeln, Lauch oder Salat. Belege für einen besonderen Nutzen haben wir nicht gefunden. Der praktische Grund für Mischkultur ist die oben genannte Zwischenkultur, die den Platz nutzt, solange die Pastinaken klein sind.

Die Regel mit gutem Grund: Pastinaken nicht neben anderen Doldenblütlern anbauen, weil sie die Möhrenfliege und bodenbürtige Krankheiten teilen.

Quellen: RHS, Kiepenkerl

Häufige Fragen

Wann sät man Pastinaken?

Von März bis Mai direkt ins Beet, am besten im April, wenn der Boden etwas wärmer ist. Frühere Aussaaten in kalten Boden gehen oft schlecht auf.

Warum keimen meine Pastinaken nicht?

Meist ist das Saatgut zu alt, es verliert schon nach ein bis zwei Jahren an Keimkraft, oder der Boden ist kalt und nass. Kauf jedes Jahr frisches Saatgut, säe im April und halte die Rille feucht. Rechne mit bis zu vier Wochen.

Welchen Abstand brauchen Pastinaken?

10–15 cm zwischen den Pflanzen und etwa 30 cm zwischen den Reihen.

Wann sind Pastinaken erntereif?

Ab etwa Oktober, wenn das Laub einzieht. Nach den ersten Frösten schmecken sie süßer, und sie können bis März im Beet bleiben.

Können Pastinakenblätter die Haut reizen?

Ja. Der Pflanzensaft macht die Haut lichtempfindlich und kann Blasen verursachen. Trag bei Sonne Handschuhe und lange Ärmel, wenn du mit dem Laub arbeitest.

Was sind die braunen Stellen an meinen Pastinaken?

Meist Pastinakenkrebs, eine Pilzfäule, die über Verletzungen eindringt und in nassem Boden gedeiht. Nimm widerstandsfähige Sorten und verletze die Wurzeln nicht.

Eine Tüte Pastinaken zur Hand?

Fotografier sie — Growie liest die Tüte, setzt sie in deinen Plan und erinnert dich ans Säen, Gießen und Ernten.

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Quellen

Jeder Wert hier ist durch mindestens zwei unabhängige Quellen belegt oder als Spanne angegeben, wo sie voneinander abweichen.

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