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Aussaat-Ratgeber · Doldenblütler

Petersilie säen: wann und wie

Petersilie säst du von April bis Juli ins Beet oder ab Februar im Haus. Sie keimt langsam, rechne mit zwei bis vier Wochen.

Fakten geprüft am 26. September 2026

Ein dichter Bestand glatter Petersilie im Garten
Foto: Bjankuloski06 · CC BY 4.0 · über Wikimedia Commons

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Für gemäßigtes Klima (Mitteleuropa). Growie verschiebt diese Fenster auf den letzten und ersten Frost in deinem Garten.

Anbau auf einen Blick

Aussaat
Draußen April–Juli; drinnen ab Februar
Saattiefe
1–2 cm
Abstand
Auf 10–15 cm vereinzeln, 20–30 cm Reihenabstand
Keimdauer
2–4 Wochen; bei 20°C etwa 12 Tage
Standort
Sonne bis Halbschatten, humoser, frischer Boden
Ernte
Äußere Stiele, Spätfrühling bis Herbst
Winter
Verträgt leichten Frost; blüht im zweiten Jahr
Fruchtfolge
Jedes Jahr ein neuer Platz, weg von Doldenblütlern

Wann Petersilie säen?

Ins Freiland säst du Petersilie, sobald der Boden nicht mehr gefroren ist und sich erwärmt, meist ab April. Unter Vlies geht es schon im März. Gesät werden kann bis in den Juli, in milden Lagen bis in den Spätsommer, dann erntest du bis in den Winter und im nächsten Frühjahr.

Für eine frühe Ernte säst du ab Februar oder März im Haus oder unter Glas in kleine Töpfe oder Multitopfplatten, ein paar Samen pro Zelle. Später pflanzt du die Jungpflanzen samt Ballen aus, ohne sie zu teilen.

Die Temperatur entscheidet, wie lange du wartest. Bei 20°C läuft Petersilie nach etwa 12 Tagen auf, bei 12°C nach rund 25 Tagen, in kaltem Boden bei 5°C erst nach sechs Wochen oder später. Dieser langsame, ungleichmäßige Start ist normal und der häufigste Grund, warum man die Aussaat für misslungen hält.

Quellen: RHS, Hortipendium, Kiepenkerl, LWK Niedersachsen

So säst du Petersilie

Petersilie wächst in der Sonne oder im lichten Halbschatten und braucht nährstoff- und humusreichen Boden, der frisch bleibt, aber nie staunass wird. Lockere verdichteten Boden vor der Saat.

Säe dünn in Rillen von 1–2 cm Tiefe mit 20–30 cm Reihenabstand, deck die Samen ab und halte die Erde die ganze Zeit bis zum Auflaufen gleichmäßig feucht. Trocknet die Rille in diesen Wochen aus, keimt die Saat oft nicht.

Sind die Sämlinge groß genug, vereinzelst du sie auf etwa 10–15 cm. Glatte Sorten werden größer und dürfen etwas mehr Platz haben.

Im Topf nimmst du ein Gefäß von mindestens 25 cm Breite und Tiefe mit torffreier Erde, gießt regelmäßig und gibst alle paar Wochen etwas Flüssigdünger.

Ein winziger Petersilienkeimling mit den ersten beiden Blättern im Anzuchttopf
Etwa 12 Tage nach der Aussaat auf der warmen Fensterbank. Foto: VSchagow · CC BY-SA 4.0 · über Wikimedia Commons

Quellen: RHS, Hortipendium, Kiepenkerl, Wikipedia (de)

Pflege, Ernte und Winter

Halte den Boden bei Trockenheit feucht. Im Beet braucht Petersilie kaum Dünger, wenn das Beet gut vorbereitet war.

Ernte, sobald die Pflanzen eine kräftige Blattrosette haben. Schneid die äußeren, älteren Stiele dicht über dem Boden ab, aus der Mitte wachsen neue nach. Brauchst du viel auf einmal, kannst du die ganze Pflanze knapp über dem Boden abschneiden und nachwachsen lassen.

Petersilie ist zweijährig. Mäßigen Frost übersteht sie und behält oft ein paar Blätter über den Winter, starker Kahlfrost kann sie aber töten. Unter Vlies oder einer Glocke erntest du auch bei Kälte weiter.

Im zweiten Frühjahr liefert die Pflanze noch einige Wochen Blätter, dann schießt sie im Frühsommer in Blüte, und das Laub wird spärlich und zäh. Die meisten säen jedes Jahr neu und ziehen die alten Pflanzen heraus, sobald sie schießen.

Quellen: RHS, Hortipendium, Kiepenkerl

Glatt, kraus oder Wurzelpetersilie?

Glatte Petersilie schmeckt kräftiger und wird größer. Krause Petersilie ist milder, dekorativer und leicht von giftigen Doppelgängern zu unterscheiden (siehe unten).

Wurzelpetersilie ist dieselbe Art, angebaut wegen ihrer hellen, pastinakenähnlichen Wurzel, die nach Sellerie und Petersilie schmeckt. Sie wird wie Pastinaken im zeitigen Frühjahr gesät, braucht breitere Reihen und eine lange Kulturzeit; geerntet wird im Spätherbst.

Krause Petersilie im Gartenbeet in Heidelberg
Foto: 4028mdk09 · CC BY-SA 3.0 · über Wikimedia Commons

Quellen: RHS, Hortipendium, Kiepenkerl, Wikipedia (de)

Probleme, Doppelgänger und Fruchtfolge

Petersilie gilt als "mit sich selbst unverträglich": Wo kürzlich Petersilie oder andere Doldenblütler standen, wächst sie oft kümmerlich oder geht ein. Die praktische Regel ist einfach: Jedes Jahr ein neuer Platz, und nicht dorthin, wo kürzlich Möhren, Pastinaken oder Sellerie wuchsen.

Zu den Schädlingen zählen Blattläuse (an Blättern und Wurzeln), Schnecken, die Möhrenfliege und die Selleriefliege.

Die Hundspetersilie (Aethusa cynapium) ist ein giftiges Unkraut in Gärten und auf Äckern und sieht junger glatter Petersilie sehr ähnlich. Ihre Blätter riechen zerrieben unangenehm. Ernte nur von Pflanzen, die du selbst gesät hast, und jäte die Reihen sorgfältig; auch deshalb bauen viele krause Petersilie an.

Quellen: Hortipendium, RHS, BDG Gartenfreunde, Wikipedia (de), Wikipedia (en)

Gute Nachbarn?

Petersilie wird gern zu Tomaten oder zwischen Möhren gesetzt; manche britische Ratgeber sagen, ihr Duft überdecke den Möhrengeruch und halte die Möhrenfliege fern. Belege dafür haben wir nicht gefunden, und Petersilie wird selbst von der Möhrenfliege befallen. Betrachte solche Paare als Gärtnerwissen.

Die Regel mit gutem Grund: Petersilie nicht neben anderen Doldenblütlern anbauen und nicht dorthin, wo im Vorjahr Petersilie stand.

Quellen: RHS, Hortipendium

Häufige Fragen

Wann sät man Petersilie?

Draußen von April bis Juli, unter Vlies ab März; im Haus oder unter Glas ab Februar.

Warum keimt meine Petersilie nicht?

Sie ist einfach langsam: Zwei bis vier Wochen sind normal, in kaltem Boden sechs. Halte die Rille die ganze Zeit gleichmäßig feucht, denn Samen, die zwischendurch austrocknen, keimen oft nicht.

Warum wächst Petersilie nicht am selben Platz?

Immer wieder am selben Platz oder nach anderen Doldenblütlern wächst sie oft schlecht. Such ihr jedes Jahr einen neuen Platz.

Kommt Petersilie jedes Jahr wieder?

Nein, sie ist zweijährig. Im ersten Jahr und kurz im nächsten Frühjahr liefert sie Blätter, dann blüht sie, bildet Samen und stirbt ab. Säe jedes Jahr neu.

Wie erntet man Petersilie richtig?

Schneid die äußeren Stiele dicht über dem Boden ab und lass die Mitte stehen, dort wachsen neue Blätter nach.

Kann man Petersilie mit giftigen Pflanzen verwechseln?

Ja: Die Hundspetersilie, ein häufiges Gartenunkraut, sieht junger glatter Petersilie ähnlich und riecht zerrieben unangenehm. Ernte nur, was du selbst gesät hast.

Eine Tüte Petersilie zur Hand?

Fotografier sie — Growie liest die Tüte, setzt sie in deinen Plan und erinnert dich ans Säen, Gießen und Ernten.

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Quellen

Jeder Wert hier ist durch mindestens zwei unabhängige Quellen belegt oder als Spanne angegeben, wo sie voneinander abweichen.

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