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Aussaat-Ratgeber · Fuchsschwanzgewächse

Spinat säen: wann und wie

Spinat säst du von März bis Mai für die Ernte im Frühsommer und noch einmal im August und September für Herbst- und Winterspinat. Sommersaaten schießen.

Fakten geprüft am 26. September 2026

Spinatpflanzen im Beet
Foto: Алексей Тараканов · CC BY-SA 2.0 · über Wikimedia Commons

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Für gemäßigtes Klima (Mitteleuropa). Growie verschiebt diese Fenster auf den letzten und ersten Frost in deinem Garten.

Anbau auf einen Blick

Saattiefe
2–3 cm
Abstand
Reihen 20–30 cm auseinander, auf 7.5–15 cm vereinzeln
Im Hochbeet 120 × 80 cm
4 Reihen, etwa 32 Pflanzen
Keimung
Ab 2°C, am besten bei 15–20°C
Standort
Sonne oder lichter Schatten, feuchter Boden
Ernte
Babyblätter nach 4 Wochen, ganze Pflanzen nach 8–10
Fruchtfolge
3–4 Jahre Abstand zu Roter Bete und Mangold
Frost
Herbstsaaten überwintern; bei Kahlfrost Vlies

Wann Spinat säen?

Spinat mag es kühl und hat zwei Saatzeiten. Frühjahrsspinat säst du ab März ins Freiland, sobald sich der Boden bearbeiten lässt, bis etwa Mitte Mai. Die Samen keimen schon ab 2°C, nur langsam; bei 15–20°C sind sie in einer Woche da.

Den Sommer lässt du aus. Spinat blüht als Reaktion auf lange Tage, Hitze und Trockenheit beschleunigen das, Saaten von Ende Mai bis Juli schießen deshalb meist, bevor sie viel hergeben.

Die zweite Saatzeit beginnt im August. Saaten von August bis Mitte September bringen Herbstspinat ab Ende Oktober und mit winterharten Sorten Pflanzen, die über den Winter stehen und im zeitigen Frühjahr wieder austreiben. In milden Lagen kannst du bis Anfang Oktober säen.

Quellen: RHS, Garden Organic, Hortipendium, Bingenheimer Saatgut

So säst du Spinat

Spinat säst du direkt ins Beet, Vorziehen lohnt sich nicht. Säe in Rillen etwa 2–3 cm tief mit 20–30 cm Reihenabstand und halte den Boden feucht, bis die Keimlinge da sind.

Vereinzle nach und nach: auf etwa 7.5 cm, wenn du Babyblätter willst, auf 15 cm für große Pflanzen. Was du herausziehst, kannst du essen.

In ein Hochbeet von 120 × 80 cm passen vier Reihen mit 20 cm Abstand und einer Pflanze alle 15 cm, also etwa 32 Pflanzen. Für Babyblätter säst du dieselben Reihen dichter.

Quellen: RHS, Garden Organic, Hortipendium

Pflege: Wasser, Düngung und Winter

Spinat ist durstig. Halte den Boden gleichmäßig feucht, vor allem bei Frühjahrstrockenheit, und gieß morgens statt abends, damit die Blätter bis zur Nacht abtrocknen.

Arbeite vor der Saat etwas Kompost ein, aber übertreib es nicht mit Stickstoff. Zu viel davon macht die Blätter weich und treibt den Nitratgehalt in die Höhe.

Überwinternder Spinat ist winterhart, Kahlfrost schadet den Blättern aber. Leg bei Frosteinbrüchen Vlies über die Reihe oder zieh den Winterspinat ab Oktober unter Folie oder im Frühbeet.

Quellen: RHS, Garden Organic, Hortipendium, Bingenheimer Saatgut

Spinat ernten

Babyblätter sind etwa vier Wochen nach der Saat erntereif, ganze Pflanzen nach acht bis zehn Wochen. Pflück nach Bedarf die äußeren Blätter oder schneid ganze Pflanzen etwa 2.5 cm über dem Boden ab und lass sie nachwachsen.

Winterspinat erntest du ab Ende Oktober und in milden Wochen auch im Winter. Schneid vorsichtig, ohne das Herz zu verletzen, dann treiben die Pflanzen im Frühjahr wieder aus.

Sobald sich in der Mitte ein Blütenstängel streckt, werden die Blätter schnell bitter. Ernte dann die ganze Reihe und mach Platz für die nächste Kultur.

Traktor mit Anhänger bei der Spinaternte auf dem Feld
Foto: John Haynes · CC BY-SA 2.0 · über Wikimedia Commons

Quellen: RHS, Garden Organic, Hortipendium, Bingenheimer Saatgut

Schädlinge, Krankheiten und Fruchtfolge

Die wichtigste Krankheit ist der Falsche Mehltau: gelbe Flecken auf der Blattoberseite mit Pilzrasen auf der Unterseite, vor allem bei feuchtem Wetter und in zu dichten Reihen. Vereinzle rechtzeitig, gieß morgens und nimm resistente Sorten. Der Pilz bildet immer neue Rassen, achte deshalb auf Sorten, die gegen möglichst viele davon resistent sind.

Schnecken lieben zarten jungen Spinat, und Vögel zupfen manchmal Keimlinge aus. Schütz junge Reihen mit Vlies oder Netz und kontrolliere nach Regen auf Schnecken.

Spinat gehört mit Roter Bete und Mangold zu den Fuchsschwanzgewächsen, die sich Schädlinge und Krankheiten teilen. Lass drei bis vier Jahre vergehen, bevor eines davon wieder im selben Beet wächst.

Quellen: RHS, Garden Organic, Hortipendium, BZL

Gute Nachbarn?

Spinat wächst schnell und räumt das Beet bis zum Frühsommer, er passt deshalb gut als Vorkultur oder zwischen später gepflanzte Kulturen wie Tomaten, Bohnen oder Zucchini. Das ist einfach gute Flächennutzung und funktioniert.

Mischkultur-Tabellen behaupten außerdem, Spinatwurzeln täten dem Boden und den Nachbarn gut. Belastbare Belege dafür haben wir nicht gefunden, es ist Gärtnerwissen. Wichtig ist die Fruchtfolge: nach Spinat keine Rote Bete und keinen Mangold.

Quellen: RHS, BZL, Hortipendium

Häufige Fragen

Wann sät man Spinat?

Von März bis Mitte Mai für Frühjahrsspinat und von August bis Mitte September für Herbst- und Winterspinat. Im Sommer gesät, schießt er.

Warum schießt mein Spinat?

Lange Tage lösen die Blüte aus, Hitze und Trockenheit beschleunigen sie. Säe im zeitigen Frühjahr oder im Spätsommer, halte den Boden feucht und nimm schossfeste Sorten.

Übersteht Spinat den Winter draußen?

Ja, wenn du im August oder September eine winterharte Sorte säst. Bei Kahlfrost deckst du ihn mit Vlies ab oder ziehst ihn unter Folie.

Wächst Spinat nach dem Schneiden nach?

Ja, wenn du etwa 2.5 cm über dem Boden schneidest und das Herz stehen lässt. So erntest du mehrmals, bevor er schießt.

Wie tief sät man Spinat?

Etwa 2–3 cm tief, in Reihen mit 20–30 cm Abstand.

Wächst Spinat im Halbschatten?

Lichter Schatten ist kein Problem und hilft bei Wärme sogar. Im tiefen Schatten wächst er langsam.

Eine Tüte Spinat zur Hand?

Fotografier sie — Growie liest die Tüte, setzt sie in deinen Plan und erinnert dich ans Säen, Gießen und Ernten.

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Quellen

Jeder Wert hier ist durch mindestens zwei unabhängige Quellen belegt oder als Spanne angegeben, wo sie voneinander abweichen.

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