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Aussaat-Ratgeber · Lippenblütler

Basilikum aussäen und pflegen

Basilikum säst du von März bis Mai drinnen an, ohne die Samen zu bedecken, und pflanzt ihn aus, wenn die Nächte über 10°C bleiben, meist ab Ende Mai.

Fakten geprüft am 26. September 2026

Ein Gärtner erntet Triebspitzen aus einer dichten Reihe grünem Basilikum im Gemüsegarten
Foto: USCapitol (Architect of the Capitol) · Public domain · über Wikimedia Commons

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VorziehenDirektsaat

Für gemäßigtes Klima (Mitteleuropa). Growie verschiebt diese Fenster auf den letzten und ersten Frost in deinem Garten.

Anbau auf einen Blick

Vorziehen
März–Mai
Keimung
20–25°C, 5–20 Tage
Saattiefe
Nur andrücken: Lichtkeimer
Auspflanzen
Ab Ende Mai, Nächte über 10°C
Abstand
20 cm in der Reihe, 25 cm zwischen den Reihen
Im Hochbeet 120 × 80 cm
Bis zu 18 Pflanzen
Ernte
Juni–September, ganze Triebspitzen
Frost
Keinen; unter 10°C Wachstumsstopp

Wann Basilikum aussäen?

Basilikum stammt aus den Subtropen und liebt Wärme, und genau die fehlt ihm im mitteleuropäischen Sommer oft. Unter etwa 10°C stellt er das Wachstum ein, und in nasskalten Phasen haben Pilzkrankheiten leichtes Spiel. Daraus ergibt sich der ganze Zeitplan.

Zieh Basilikum von Ende März bis Mai im Haus vor. Früher lohnt sich kaum: Die Jungpflanzen müssen ohnehin auf der Fensterbank warten, bis die Nächte warm sind, und im trüben März vergeilen sie leicht. Eine Aussaat im April bringt meist kräftigere Pflanzen.

Ausgepflanzt wird, wenn die Nächte nicht mehr unter 10°C fallen, in Deutschland, Österreich und der Schweiz also nach den Eisheiligen, oft eher Ende Mai. Direkt ins Beet säen kannst du von Mitte Mai bis Ende Juni, sicherer ist aber das Vorziehen.

Quellen: RHS, LWG Bayern, Hortipendium, Kiepenkerl, Dreschflegel

So säst du Basilikum

Füll eine Schale oder kleine Töpfe mit Anzuchterde, gieß sie an und streu die Samen dünn darauf. Basilikum ist ein Lichtkeimer: Drück die Samen nur leicht an und bedecke sie nicht, höchstens hauchdünn. Mit einer Sprühflasche bleibt die Oberfläche feucht, ohne dass die Samen verschwemmt werden.

Stell die Schale hell und warm, ideal sind 20–25°C. Dann keimt Basilikum nach etwa einer Woche, in kühleren Räumen kann es zwei bis drei Wochen dauern. Sobald zwei Blattpaare da sind, pikierst du die Sämlinge in eigene Töpfe und setzt sie dabei etwas tiefer.

Härte die Pflanzen vor dem Auspflanzen etwa eine Woche lang ab: erst ein paar Stunden an milden Tagen draußen, dann länger. Wähl den wärmsten, sonnigsten und geschütztesten Platz im Garten, mit humosem, durchlässigem Boden. Rund 3 Liter Kompost pro Quadratmeter reichen, frischen Mist verträgt Basilikum nicht.

Setz die Pflanzen mit 20 cm Abstand in Reihen, die 25 cm auseinanderliegen. In ein Hochbeet von 120 × 80 cm passen so drei Reihen zu je sechs, also 18 Pflanzen, deutlich mehr, als die meisten Haushalte brauchen. Drei bis sechs Pflanzen reichen meist für Pesto und Salat, der Rest des Beets kann an Tomaten und Paprika gehen, die denselben warmen Platz mögen.

Junge Sämlinge von rotem Basilikum in einer Anzuchtplatte
Foto: Kolforn · CC BY-SA 4.0 · über Wikimedia Commons

Quellen: RHS, LWG Bayern, Hortipendium, Kiepenkerl, Dreschflegel

Pflege: Wasser, Wärme und Supermarkt-Töpfe

Halte die Erde gleichmäßig feucht, aber nie nass. Gieß morgens und an den Fuß der Pflanze statt über die Blätter: Basilikum steht nicht gern nass in die Nacht, und Blätter, die über Nacht feucht bleiben, sind der Einstieg für den Falschen Mehltau.

Gib den Pflanzen Platz und halte sie unkrautfrei, damit das Laub nach Regen schnell abtrocknet. In nasskalten Phasen bleibt Basilikum einfach stehen und wächst erst mit der Wärme weiter. In schlechten Sommern gedeiht er im Topf auf dem sonnigen Balkon oder im Gewächshaus oft besser als im Beet, und im Topf erwischen ihn auch die Schnecken seltener.

Ein Supermarkt-Topf ist keine einzelne Pflanze, sondern Dutzende dicht gedrängter Sämlinge. Deshalb geht er zu Hause so schnell ein. Kauf ihn, solange er noch nicht zu groß ist, teil den Wurzelballen in Büschel von zwei bis drei Pflanzen und topf jedes Büschel einzeln ein. Dann wachsen sie weiter wie selbst gezogene Pflanzen.

Junge Basilikumpflanzen in einem mit Holzhäckseln gemulchten Beet
Foto: Forest and Kim Starr · CC BY 3.0 US · über Wikimedia Commons

Quellen: RHS, UMD Extension, Cornell, Dreschflegel, LWG Bayern

Basilikum ernten und haltbar machen

Zupf keine einzelnen Blätter von unten ab, das schwächt die Pflanze. Schneid lieber ganze Triebspitzen, und zwar immer direkt über einem Blattpaar. Aus den Blattachseln darunter treibt die Pflanze neu aus und wird mit jeder Ernte buschiger. Lass an jedem Trieb genug Blätter stehen.

Wenn du Blätter ernten willst, knips die Blütenstände aus, sobald sie sich zeigen: Blühender Basilikum bekommt festere, herbere Blätter. Die Blüten selbst sind essbar und bei Bienen beliebt, ein oder zwei blühende Pflanzen schaden also nicht.

Am besten schmeckt Basilikum frisch und roh, getrocknet oder mitgekocht verliert er viel Aroma. Gib ihn deshalb erst zum Schluss an warme Gerichte. Für den Winter kannst du Pesto mit Öl und Salz ansetzen oder die Blätter einfrieren und gefroren zerkrümeln.

Quellen: Dreschflegel, RHS, Kiepenkerl, LWG Bayern

Welches Basilikum?

Großblättriges Genoveser Basilikum ist der Klassiker für Pesto und Tomaten und kommt im Beet gut zurecht. Kleinblättriges griechisches Basilikum wächst kugelig und dicht und ist oft aromatischer. Thai-, Zitronen-, Zimt- und Anisbasilikum sowie rote Sorten wie 'Opal' bringen andere Düfte und Farben.

Hatte dein Basilikum schon einmal Falschen Mehltau, such nach resistenten Züchtungen, etwa der 'Prospera'-Serie oder den mit DMR gekennzeichneten Rutgers-Sorten. Klassisches Genoveser ist am anfälligsten, rote, Thai- und Zitronensorten leiden meist weniger.

Quellen: Hortipendium, Kiepenkerl, LWG Bayern, Cornell, UMD Extension

Schädlinge, Krankheiten und Fruchtfolge

Die schwerste Basilikumkrankheit ist der Falsche Mehltau. Zuerst vergilben die Blätter von unten her und sehen nach Nährstoffmangel aus; auf der Blattunterseite sitzt ein grau-violetter Belag. Er breitet sich bei warmem, feuchtem Wetter und nächtlich nassem Laub aus und kann mit dem Saatgut kommen. Entferne befallene Pflanzen rasch. Die Blätter sind unbedenklich, nur nicht mehr appetitlich.

Bei der Fusariumwelke welken die Pflanzen, die Stängel verbräunen von unten, oft zuerst auf einer Seite. Der Pilz überdauert viele Jahre im Boden. Bau Basilikum nach einem Befall nicht wieder an derselben Stelle oder in derselben Topferde an und nimm gesundes Saatgut.

Schnecken lieben junges Basilikum, auch Blattläuse und Grauschimmel treten auf, vor allem bei dichtem Stand und Nässe.

Basilikum gehört wie Thymian, Salbei und Oregano zu den Lippenblütlern. Als kurze, genügsame Kultur passt er gut in die Fruchtfolge im Gemüsebeet. Wichtig ist vor allem, nach Welke oder Mehltau den Platz zu wechseln.

Unterseite eines Basilikumblatts mit dunkelgrauem Sporenbelag des Falschen Mehltaus
Sporenbelag des Falschen Mehltaus auf der Blattunterseite. Foto: Forest and Kim Starr · CC BY 3.0 US · über Wikimedia Commons

Quellen: Cornell, UMD Extension, Hortipendium, PNW Handbooks, RHS

Gute Nachbarn?

Basilikum und Tomaten sind das klassische Paar, und praktisch passt es: Beide wollen Wärme, Sonne und nährstoffreichen, aber nicht frisch gemisteten Boden. Dass Basilikum Tomaten besser schmecken lässt, ist Gärtnerwissen.

Für eine Wirkung auf Schädlinge gibt es immerhin einen Hinweis: In einem Gewächshausversuch verringerte Basilikum zwischen Tomaten die Weiße Fliege ähnlich gut wie Studentenblumen. Das galt unter Glas und für einen Schädling; einen Schutz fürs Freilandbeet darfst du davon nicht erwarten.

Quellen: Conboy et al. 2019, RHS, Dreschflegel

Häufige Fragen

Wann sät man Basilikum aus?

Drinnen von Ende März bis Mai; ausgepflanzt wird, wenn die Nächte über 10°C bleiben, meist Ende Mai oder Anfang Juni. Direkt ins Beet geht es von Mitte Mai bis Juni.

Muss man Basilikumsamen mit Erde bedecken?

Nein, höchstens hauchdünn. Basilikum ist ein Lichtkeimer: Samen auf feuchte Erde drücken und mit der Sprühflasche feucht halten.

Warum geht Supermarkt-Basilikum so schnell ein?

Im Topf stehen Dutzende Sämlinge, die sich gegenseitig verdrängen. Teil ihn in Büschel von zwei bis drei Pflanzen und topf sie einzeln ein.

Wie erntet man Basilikum richtig?

Schneid ganze Triebspitzen direkt über einem Blattpaar ab, statt einzelne Blätter zu zupfen. Darunter verzweigt sich die Pflanze und wird buschiger.

Warum wird mein Basilikum gelb?

Oft sind es kalte Nächte oder zu nasse Erde. Beginnt es unten und sitzt ein grauer Belag unter den Blättern, ist es Falscher Mehltau: Pflanze entfernen.

Soll man die Basilikumblüten abschneiden?

Ja, wenn du Blätter ernten willst, denn mit der Blüte werden sie fester. Die Blüten sind essbar und gut für Bienen; eine Pflanze darf ruhig blühen.

Kann man Basilikum überwintern?

Bei uns wird Basilikum einjährig gezogen. Im Topf auf einer hellen Fensterbank hält er vielleicht eine Weile, aber im Winter fehlt Licht und Schädlinge nehmen zu. Neu säen ist einfacher.

Eine Tüte Basilikum zur Hand?

Fotografier sie — Growie liest die Tüte, setzt sie in deinen Plan und erinnert dich ans Säen, Gießen und Ernten.

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Quellen

Jeder Wert hier ist durch mindestens zwei unabhängige Quellen belegt oder als Spanne angegeben, wo sie voneinander abweichen.

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