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Aussaat-Ratgeber · Kapuzinerkressengewächse

Kapuzinerkresse säen: wann und wie

Kapuzinerkresse säst du ab Mai nach dem letzten Frost ins Beet oder ab März in Töpfe. Magerer Boden und Sonne bringen die meisten Blüten, Blätter und Blüten sind essbar.

Fakten geprüft am 26. September 2026

Ein dichtes Beet Kapuzinerkresse mit runden Blättern und gelben Blüten mit roter Mitte
Foto: Mary Hutchison · CC0 · über Wikimedia Commons

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Für gemäßigtes Klima (Mitteleuropa). Growie verschiebt diese Fenster auf den letzten und ersten Frost in deinem Garten.

Anbau auf einen Blick

Direktsaat
Mai–Juni, nach dem letzten Frost
Vorziehen
März–April
Saattiefe
Etwa 1 cm; Dunkelkeimer
Keimdauer
7–14 Tage, oft ungleichmäßig
Abstand
25–30 cm Abstand
Standort
Sonnig, magerer Boden, kein Dünger
Blüte
Juni bis zum ersten Frost
Frost
Keiner: stark frostempfindlich

Wann Kapuzinerkresse säen?

Kapuzinerkresse stammt aus den Anden und erfriert beim ersten Frost. Ins Freiland kommt sie deshalb erst, wenn keiner mehr droht, also ab Anfang bis Mitte Mai. Säen kannst du bis Ende Juni, dann blüht sie bis in den Herbst.

Für einen früheren Start ziehst du sie im März oder April in Töpfen auf der Fensterbank oder im Gewächshaus vor und pflanzt sie nach dem letzten Frost aus. Sie blüht von Juni, bis der erste Frost sie im Herbst umlegt.

Quellen: Kiepenkerl, Dreschflegel, RHS, UW–Madison Extension

So säst du Kapuzinerkresse

Die Samen sind groß genug, um sie einzeln zu legen. Drück jeden etwa 1 cm tief in die Erde und bedecke ihn gut: Kapuzinerkresse ist ein Dunkelkeimer. Einige Stunden oder über Nacht in Wasser eingeweicht, keimen die Samen schneller. Nach ein bis zwei Wochen zeigen sich die Keimlinge, oft recht ungleichmäßig.

Kapuzinerkresse mag es nicht, wenn ihre Wurzeln gestört werden. Zieh sie deshalb lieber zu zweit oder dritt in kleinen Töpfen vor statt in einer Schale, und setz den ganzen Topfballen ungeteilt aus.

Pflanz sie mit 25–30 cm Abstand, rankende Sorten mit mehr Platz. Ein bis zwei Pflanzen am Hochbeetrand, die über die Kante wachsen, reichen völlig; bis zum Spätsommer bedecken sie eine große Fläche.

Vier Stadien der Kapuzinerkresse: Keimling im Topf, Blütenknospe, offene orange Blüte und geschlossene Blüte
Foto: Bff · CC BY-SA 4.0 · über Wikimedia Commons

Quellen: UW–Madison Extension, Kiepenkerl, Dreschflegel

Pflege: lieber mager

Der häufigste Fehler ist zu viel des Guten. Auf nährstoffreichem, gedüngtem Boden bildet Kapuzinerkresse riesige Blätter und blüht spät und spärlich. Setz sie in normalen bis mageren, durchlässigen Boden und dünge sie nicht.

Gib ihr Sonne, im Schatten blüht sie weniger. In längeren Trockenphasen braucht sie trotzdem Wasser: Hitze und Trockenheit lassen die Blätter gelb werden und locken Blattläuse an.

Auch in Kübeln, Balkonkästen und Blumenampeln gedeiht Kapuzinerkresse, wo rankende Sorten schön herabhängen.

Quellen: Kiepenkerl, Dreschflegel, UW–Madison Extension, Wikipedia

Kapuzinerkresse essen

Alle oberirdischen Teile sind essbar. Blätter und Blüten schmecken dank der Senföle pfeffrig und kresseartig, die Blätter kräftiger als die Blüten. Die Blüten machen jeden Salat bunt.

Die grünen Knospen und die jungen, noch weichen Samen kannst du in Essig oder Salzlake als Kapernersatz einlegen. Ernte sie grün und fest, bevor sie hart werden.

Blüten und Blätter pflückst du nach Bedarf von Juni bis zum Frost; das Pflücken hält die Pflanze in Gang.

Kapuzinerkresse mit gelben, orangefarbenen und roten Blüten zwischen runden Blättern
Foto: Tubifex · CC BY-SA 3.0 · über Wikimedia Commons

Quellen: Dreschflegel, Kiepenkerl, UW–Madison Extension, Wikipedia

Buschig oder rankend?

Kapuzinerkresse gibt es in zwei Wuchsformen. Kompakte, buschige Sorten bleiben niedrig und ordentlich, gut für Beetränder und Töpfe. Rankende und kletternde Sorten treiben lange Triebe, die über den Boden kriechen, an einem Zaun hochklettern oder aus der Ampel hängen.

Die Farben reichen von Creme und Gelb über Orange bis Dunkelrot, und manche Sorten wie die 'Alaska'-Typen haben cremeweiß marmorierte Blätter.

Quellen: Dreschflegel, UW–Madison Extension, Kiepenkerl

Schädlinge und Platz im Garten

Hauptschädlinge sind Blattläuse, vor allem an Pflanzen, die unter Hitze und Trockenheit leiden. Kleine Kolonien streifst du von Hand ab oder knipst die stärksten befallenen Triebe aus.

Raupen von Großem und Kleinem Kohlweißling fressen Kapuzinerkresse genauso gern wie Kohl und können eine Pflanze in wenigen Tagen kahlfressen. Schau ab Hochsommer unter die Blätter und sammle Eier und Raupen ab. Minierfliegen hinterlassen helle Gänge in den Blättern, schaden aber kaum.

Kapuzinerkresse bildet eine eigene kleine Familie, die Kapuzinerkressengewächse. Sie enthält Senföle wie der Kohl, und dieselben Raupen fressen daran. Als Blume läuft sie außerhalb der Gemüse-Fruchtfolge mit; darauf, dass sie den Kohlweißling vom Kohl fernhält, solltest du dich aber nicht verlassen.

Eine behaarte Raupe des Großen Kohlweißlings an einem Stängel der Kapuzinerkresse
Raupe des Großen Kohlweißlings an Kapuzinerkresse. Foto: Ermell · CC BY-SA 4.0 · über Wikimedia Commons

Quellen: UW–Madison Extension, Kiepenkerl, Dreschflegel, Wikipedia

Gute Nachbarn?

Kapuzinerkresse gilt als Opferpflanze, die Schwarze Läuse von den Bohnen und Kohlweißlinge vom Kohl weglockt, oder als Blume, die Nützlinge zu Bohnen und Tomaten zieht. Läuse und Raupen gehen tatsächlich an Kapuzinerkresse, einen Versuch, der den Schutz der Nachbarkulturen belegt, haben wir aber nicht gefunden. Das ist Gärtnerwissen und Hoffnung.

In einem Gewächshausversuch verringerte Kapuzinerkresse zwischen Tomaten die Weiße Fliege etwa so stark wie Studentenblumen. Das galt unter Glas und für einen Schädling; nimm es als vielversprechenden Hinweis, nicht als Regel.

Quellen: RHS, Conboy et al. 2019, UW–Madison Extension

Häufige Fragen

Wann sät man Kapuzinerkresse?

Draußen von Mai bis Ende Juni, wenn kein Frost mehr droht. Drinnen im Topf im März oder April für eine frühere Blüte.

Soll man Kapuzinerkresse-Samen einweichen?

Nötig ist es nicht, aber einige Stunden oder eine Nacht in Wasser helfen ihnen, schneller und gleichmäßiger zu keimen.

Warum hat meine Kapuzinerkresse viele Blätter, aber kaum Blüten?

Der Boden ist zu nährstoffreich oder es wurde gedüngt. Kapuzinerkresse blüht am besten in magerem Boden und voller Sonne, ohne Dünger.

Welche Teile der Kapuzinerkresse sind essbar?

Blätter, Blüten, Knospen und junge grüne Samen. Sie schmecken pfeffrig; Knospen und Samen kannst du wie Kapern einlegen.

Schützt Kapuzinerkresse den Kohl vor Raupen?

Kohlweißlinge legen auch an Kapuzinerkresse Eier ab, dass der Kohl dadurch verschont bleibt, ist aber nicht belegt. Ein feines Netz über dem Kohl hilft zuverlässiger.

Ist Kapuzinerkresse mehrjährig?

In ihrer frostfreien Heimat kann sie mehrjährig sein, bei uns wird sie einjährig gezogen, weil der erste Frost sie tötet. Jedes Frühjahr neu säen.

Eine Tüte Kapuzinerkresse zur Hand?

Fotografier sie — Growie liest die Tüte, setzt sie in deinen Plan und erinnert dich ans Säen, Gießen und Ernten.

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Quellen

Jeder Wert hier ist durch mindestens zwei unabhängige Quellen belegt oder als Spanne angegeben, wo sie voneinander abweichen.

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