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Aussaat-Ratgeber · Kürbisgewächse

Melonen pflanzen: Anzucht, Pflege und Ernte

Melonen säst du von Mitte April bis Mitte Mai im Haus und pflanzt sie ins Gewächshaus oder an einen warmen, geschützten Platz, sobald die Nächte mild bleiben.

Fakten geprüft am 26. September 2026

Eine ausladende Melonenpflanze mit gelben Blüten in einem Gemüsebeet
Foto: Rob Duval · CC BY-SA 4.0 · über Wikimedia Commons

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Für gemäßigtes Klima (Mitteleuropa). Growie verschiebt diese Fenster auf den letzten und ersten Frost in deinem Garten.

Anbau auf einen Blick

Saattiefe
1–1.5 cm
Keimtemperatur
20–25°C, nicht unter 18°C
Auspflanzen
Ende Mai–Juni, Nächte über 12–15°C
Abstand
45 cm am Rankgitter, 90 cm liegend
Im Hochbeet 120 × 80 cm
2 Pflanzen, am Rankgitter 3
Standort
Gewächshaus, Folientunnel oder der wärmste Sonnenplatz
Bestäubung
Durch Insekten; unter Glas von Hand
Fruchtfolge
3–4 Jahre Pause für Kürbisgewächse

Wann Melonen aussäen?

Melonen stammen aus warmen Regionen und brauchen mehr Wärme als fast jedes andere Gartengemüse. In Deutschland, Österreich und der Schweiz säst du sie von Mitte April bis Mitte Mai im Haus. Früher lohnt es sich nur, wenn du ein beheiztes Gewächshaus hast.

Nach etwa vier bis fünf Wochen haben die Jungpflanzen drei bis vier Laubblätter und können raus. Ins unbeheizte Gewächshaus, in den Folientunnel oder ins Frühbeet geht es meist Ende Mai oder im Juni, ins Freiland frühestens Anfang Juni. Entscheidend sind die Nächte: Sie sollten nicht mehr unter etwa 12–15°C fallen.

Im Freiland reifen Melonen nur in warmen Lagen zuverlässig, etwa in Weinbaugebieten, und nur am sonnigsten, geschütztesten Platz. Überall sonst ist ein Gewächshaus oder Folientunnel die sichere Wahl.

Quellen: RHS, Hortipendium, Wikipedia

So säst und pflanzt du Melonen

Leg je zwei Samen 1–1.5 cm tief in einen kleinen Topf von etwa 8 cm und halte ihn bei 20–25°C. Unter 18°C keimen Melonen kaum; bei 25°C laufen sie nach etwa einer Woche auf, bei 20°C dauert es fast zwei. Behalte den kräftigeren Keimling und schneid den anderen ab. Wie alle Kürbisgewächse mögen Melonen keine Störung an den Wurzeln, also nicht pikieren.

Pflanzen für draußen härtest du etwa eine Woche lang ab. Setz sie in humusreiche Erde mit reichlich Kompost und gieß um die Pflanze herum, nicht an den Stängel.

Pro Pflanze brauchst du 45 cm, wenn du sie an einem Rankgitter oder an Schnüren hochziehst, und etwa 90 cm, wenn sie am Boden rankt. In ein Hochbeet von 120 × 80 cm passen zwei liegende Pflanzen oder drei an einem Rankgitter entlang der langen Seite. Im Kübel sollten die Töpfe mindestens 40 cm breit und tief sein.

Melonen-Keimlinge mit den ersten Blättern in dunkler Erde
Foto: Forest and Kim Starr · CC BY 3.0 US · über Wikimedia Commons

Quellen: RHS, Hortipendium, Clemson Extension

Erziehung, Bestäubung und Pflege

Melonen tragen an den Seitentrieben, deshalb lohnt sich etwas Erziehung, besonders unter Glas. Bewährt hat sich: Den Haupttrieb nach dem fünften Blatt entspitzen, die vier kräftigsten Seitentriebe stehen lassen und jeden fruchttragenden Trieb zwei bis drei Blätter hinter einer jungen Frucht kappen. Etwa vier Früchte pro Pflanze sind ein gutes Ziel; mehr bedeutet kleinere, weniger süße Melonen.

Jede Pflanze trägt getrennte männliche und weibliche Blüten. Weibliche Blüten erkennst du an der kleinen Verdickung hinter den Blütenblättern, der künftigen Frucht. Draußen übernehmen Bienen und Hummeln die Bestäubung. Im Gewächshaus öffnest du an warmen Tagen die Türen und hilfst von Hand nach: eine männliche Blüte pflücken, die Blütenblätter entfernen und den Pollen auf die Mitte der weiblichen Blüten tupfen.

Halte den Boden gleichmäßig feucht, aber nie nass, und gieß auf die Erde statt über die Blätter. Ab Frühsommer gibst du alle 10 bis 14 Tage einen organischen Volldünger, sobald die Früchte walnussgroß sind, einen kaliumbetonten. Wenn die Früchte reifen, hörst du mit dem Düngen auf. Leg schwere Früchte auf ein Brett oder stütz sie mit einem Netz, wenn die Pflanze klettert.

Zwei Fotos nebeneinander: männliche Melonenblüte und weibliche Blüte mit kleiner Frucht dahinter, französisch beschriftet
Männliche Blüte (links) und weibliche Blüte mit Fruchtansatz (rechts). Foto: FarceRéjeane · CC BY-SA 4.0 · über Wikimedia Commons

Quellen: RHS, Hortipendium, Clemson Extension

Wann ist eine Melone reif?

Melonen aus dem Gewächshaus reifen von Ende Juli bis in den Frühherbst, Freilandmelonen gegen Ende des Sommers. Meist ist eine Frucht etwa fünf Wochen nach der Bestäubung erntereif.

Verlass dich zuerst auf die Nase: Eine reife Melone duftet süß und unverkennbar nach Melone. Weitere Zeichen sind feine Risse am Stielansatz, eine Schale, die von Grün ins Gelbliche oder Cremefarbene wechselt, und ein Blütenansatz, der unter dem Daumen leicht nachgibt. Cantaloupe- und Netzmelonen lösen sich reif mit leichtem Druck vom Stiel. Manche Honigmelonen tun das nie, dann gehst du nach Farbe und Duft.

Ihren Zucker bilden Melonen an der Pflanze, lass sie also dran, bis sie wirklich reif sind.

Eine halbe reife Cantaloupe-Melone mit orangem Fruchtfleisch und genetzter Schale
Foto: Forest and Kim Starr · CC BY 3.0 US · über Wikimedia Commons

Quellen: RHS, Hortipendium, Clemson Extension

Welche Melonen eignen sich?

Im kühleren Klima wählst du kleinfrüchtige, frühe Cantaloupe- oder Netzmelonen. Charentais, Ogen und ähnliche Sorten reifen am schnellsten und verzeihen am meisten. Große Winter- oder Honigmelonen brauchen eine längere, heißere Saison.

Wassermelonen sind eine ganz andere Pflanze, Citrullus lanatus, und brauchen noch mehr Wärme. Ohne Gewächshaus sind sie in den meisten Regionen Mitteleuropas ein Glücksspiel.

Quellen: RHS, Hortipendium, Wikipedia

Probleme und Fruchtfolge

Echter Mehltau zeigt sich als weißer Belag auf den Blättern und wird schlimmer, wenn die Wurzeln trocken stehen. Im trockenen Gewächshaus kann die Spinnmilbe die Blätter sprenkeln. Das Gurkenmosaikvirus macht Pflanzen gelb gescheckt und kümmerlich, heilen lässt es sich nicht, befallene Pflanzen also entfernen.

Gummistängelkrankheit und Fusarium-Welke lassen Stängel faulen oder ganze Pflanzen welken; halte den Stängelgrund trocken und wechsle den Platz. Junge Pflanzen fressen Schnecken gern an.

Setzen kaum Früchte an, liegt es meist an der Bestäubung, vor allem unter Glas. Bestäub von Hand, wenn du wenige Bienen siehst.

Melonen gehören mit Gurken, Zucchini und Kürbis zu den Kürbisgewächsen. Lass drei bis vier Jahre vergehen, bevor eines davon wieder im selben Beet wächst.

Quellen: RHS, Hortipendium, Clemson Extension

Gute Nachbarn?

Mischkultur-Tabellen empfehlen Melonen neben Mais, Bohnen oder Kapuzinerkresse. Belastbare Belege dafür haben wir nicht gefunden, es ist Gärtnerwissen. Im Gewächshaus stehen Melonen oft neben Gurken, die ähnlich viel Wärme mögen; die beiden teilen aber Schädlinge und Krankheiten.

Wichtiger sind Platz und Licht: Lass höhere Kulturen die Melonen nicht beschatten, und halte in der Fruchtfolge Abstand zu anderen Kürbisgewächsen.

Quellen: RHS

Häufige Fragen

Kann man Melonen im Freiland anbauen?

In warmen Lagen und an einem sonnigen, geschützten Platz ja, mit frühen, kleinfrüchtigen Sorten. Sonst bringen Gewächshaus, Folientunnel oder Frühbeet deutlich sicherere Ernten.

Wann sät man Melonen aus?

Von Mitte April bis Mitte Mai im Haus bei 20–25°C. Ausgepflanzt wird, wenn die Nächte über etwa 12–15°C bleiben.

Woran erkennt man, dass eine Melone reif ist?

Sie duftet süß, am Stielansatz bilden sich Risse, und der Blütenansatz gibt auf Druck leicht nach. Cantaloupe-Melonen lösen sich dann leicht vom Stiel.

Warum fallen die Melonenblüten ab, ohne Früchte zu bilden?

Männliche Blüten fallen nach der Blüte von selbst ab. Fallen weibliche Blüten mit kleiner Frucht dahinter ab, wurden sie nicht bestäubt: Bestäub von Hand, besonders im Gewächshaus.

Muss man Melonen ausgeizen?

Es hilft, vor allem unter Glas: Haupttrieb nach dem fünften Blatt entspitzen, vier Seitentriebe behalten und diese zwei bis drei Blätter hinter einer Frucht kappen. Etwa vier Früchte pro Pflanze sind ein gutes Ziel.

Wie viele Melonen passen ins Hochbeet?

In ein Hochbeet von 120 × 80 cm passen zwei liegende Pflanzen oder drei an einem Rankgitter entlang der langen Seite.

Eine Tüte Melonen zur Hand?

Fotografier sie — Growie liest die Tüte, setzt sie in deinen Plan und erinnert dich ans Säen, Gießen und Ernten.

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Quellen

Jeder Wert hier ist durch mindestens zwei unabhängige Quellen belegt oder als Spanne angegeben, wo sie voneinander abweichen.

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